ICE-Schnellstrecke eine Woche nach Zugbrand wieder befahrbar

Der ausgebrannte ICE© dpa/AFP/Archiv

Gut eine Woche nach dem Brand eines ICE auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main ist der Abschnitt eingleisig wieder befahrbar. Seit dem Morgen seien dort wieder Züge unterwegs, teilte die Deutsche Bahn am Samstag mit. Mehr als zwei Drittel der regulären Verbindungen würden wieder aufgenommen. Allerdings könnten die Züge vorerst nicht so schnell fahren wie gewöhnlich. Deshalb müssten Reisende weiter mit Einschränkungen rechnen.

Die wichtige Schnellstrecke war nach dem Feuer am 12. Oktober in beide Richtungen voll gesperrt worden. Laut Bahn wurde nun zunächst das weniger beschädigte Gleis wieder befahrbar gemacht.

Pro Richtung fahren den Angaben zufolge pro Stunde zwei ICE-Züge. Sie halten demnach aber nicht in Montabaur und Limburg Süd; am Bahnhof Siegburg/Bonn stoppen nur manche Züge. Die Bahn rief Reisende dazu auf, sich im Internet oder per Bahn-App über die aktuellen Einschränkungen zu informieren.

Wann auch das zweite Gleis der Schnellfahrstrecke wieder benutzt werden kann, blieb unklar. Die Planungen und Vorarbeiten dazu liefen "weiter auf Hochtouren", teilte die Bahn mit.

Am 12. Oktober war ein ICE mit rund 500 Menschen an Bord im Westerwald nahe dem Ort Kleinmaischeid in Brand geraten. Alle Passagiere und das Zugpersonal konnten den ICE verlassen, fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Laut Bundespolizei war ein technischer Defekt der Grund für das Feuer. Die Bahn erklärte am Samstag, wie genau es zu dem Brand kam, werde weiter untersucht.