Asselborn um JAI-ConseilJust EU-Baussegrenze schützen, wier immens bedenklech

D'EU-Asylpolitik steet en Donneschdeg am Mëttelpunkt vun engem EU-Inneminister-Conseil zu Innsbruck. Mat um Dësch sëtzt den Ausseminister Jean Asselborn.

© BARBARA GINDL / APA / AFP

Zu Innsbruck sinn um Donneschdeg d'EU-Ministere fir een informelle JAI-Conseil beienee komm an nees eng Kéier goung et ëm d'Migratioun. Et sollten absënns Conclusiounen aus der Ofschlosserklärung vum leschten EU-Sommet geholl ginn. Do war virun allem driwwer rieds fir d'EU-Baussegrenze besser ze schützen a sougenannte Plattforme baussent der EU ze schafen, vu wou aus d'Flüchtlingen dann eng Demande op Asyl solle stellen, iert se op europäeschen Territoire kommen.

Souwäit d'Theorie... an der Praxis huet sech bis ewell awer nach keen EU-Memberstat bereet gewise, fir dës Iddien ëmzesetzen.

Den Ausseminister Jean Asselborn vertrëtt um Donneschdeg an um Freideg de Grand-Duché zu Innsbruck an gëtt es net midd ëmmer nees ze betounen, dass Europa net just soll op den Schutz vun den Baussegrenze setzen.

De Lëtzebuerger Ausseminister Jean Asselborn



Wann ee kuckt wou d'Prioritéiten am Moment leien, kéint een net anescht, wéi vun "Abschottung" ze schwätzen. En Europa, dat seng Prioritéiten op de Baussegrenze setzt, wier extrem bedenklech. Och am Joer 2018 ginn ëmmer nach nei verfollegt, dat virun allem am Süden vun Europa. Paralell zum Bausseschutz muss och d'Solidaritéit grouss geschriwwe ginn, d'Gefill dass ee Leit ophuele muss, dierf net verluer goen. Et muss enk zesummegeschafft ginn an déi Leit, déi ënnert d'Konventioune vu Genf falen, mussen opgeholl a solidaresch verdeelt ginn.

Den Toun an der Flüchtlingsfro ass net de frëndlechsten an dofir dierften et nees eng Kéier laang Gespréicher ginn. Éisträich huet elo fir déi nächst 6 Méint d'Gestioun vun der EU-Presidence an huet och ganz kloer Ziler definéiert, nämlech eng ganz däitlech an strikt EU-Asylpolitik ze definéieren.

© AFP

Um Bord vun dëser Renconter huet den däitschen Inneminister eng schwiereg Charge. Hie kënnt mat Länner wéi Griicheland beieneen, fir iwwert Méiglechkeeten ze schwätzen, wéi des Länner Flüchtlinge kënnen zeréckhuelen. Sou Accorde sinn een zentrale Bestanddeel vum Accord am wochelaangen Asylsträit vun der grousser Koalitioun an Däitschland. Nach virum Optakt vum Conseil en Donneschdeg huet den Horst Seehofer d'Inneminister vun Éisträich an Italien fir separat Gespréicher gesinn.

Jean Asselborn à la réunion informelle des ministres de la Justice et des Affaires intérieures (JAI) de l’UE à Innsbruck, en Autriche (12.07.2018)

Communiqué par: ministère des Affaires étrangères et européennes

 

Le ministre des Affaires étrangères et européennes, ministre de l’Immigration et de l’Asile, Jean Asselborn, a participé à la réunion informelle des ministres de la Justice et des Affaires intérieures (JAI) qui s’est tenue à Innsbruck, le 12 juillet 2018.

À la lumière des conclusions du Conseil européen des 28 et 29 juin 2018, la réunion informelle JAI a permis aux ministres en charge de la politique de migration de faire le point sur les travaux en vue de la réforme du régime d'asile européen commun.

Dans ce contexte, Jean Asselborn a prononcé l’intervention suivante:

„Kommissar Dimitris Avramopoulos hat soeben gesagt, dass 2015 Europa von den Flüchtlingswellen überrascht wurde. Die Frage die ich mir stelle ist, ob Europa heute besser gerüstet wäre wenn dasselbe sich heute zutragen würde. Meines Erachtens nach würde sich in sehr kurzer Zeit dasselbe Chaos wiederholen. Der deutsche Innenminister, Herr Seehofer, hat klar gesagt, dass wir aus seiner Sicht genug angekündigt haben und wir es jetzt umsetzen müssen: Richtung krisenfeste europäische Migrationspolitik.

Ich bin mir nicht sicher, dass wenn wir uns nur auf die Außengrenzen fokussieren, wir dies auch hinbekommen.

Es ist richtig und wichtig, dass wir uns mit den Außengrenzen beschäftigen aber wir dürfen dies in unseren Köpfen und in unseren politischen Aussagen nicht mit Abschottung assimilieren.

Es wäre mir bange um ein Europa das das Gefühl und die Einsicht verlieren würde, dass es auch 2018 Menschen gibt die verfolgt werden. Bei diesen Menschen haben wir als Europäer die Pflicht, sie angesichts der Genfer Konvention aufzunehmen.

Ein krisenfestes europäisches Asylsystem erfordert, und da bin ich mit meinem portugiesischen Kollegen absolut auf einer Linie, parallel zum Außengrenzschutz eine faire Lastenverteilung zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Wird die Solidarität in der Lastenverteilung ausgeklammert, dann glaube ich nicht, dass wir jemals ein krisenfestes Asylsystem erreichen können. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, möchte ich hinzufügen, dass es nicht sein kann, dass es einerseits Mitgliedsstaaten gibt die die Genfer Konvention hochhalten und sich solidarisch mit den Mitgliedsstaaten an den Außengrenzen erklären, vor allem Italien, Griechenland und jetzt auch Spanien, und andere die sich kategorisch dagegenstellen.

Die EU verträgt in Sachen Menschlichkeit keine Guten und keine Schlechten, sie verträgt nur diejenigen, die der politischen Solidarität einer Gemeinschaft gerecht werden.

Unsere externe Migrationspolitik müsste sich gezielt an den Vorschlägen der UNHCR sowie auch der OIM orientieren. Das heißt, und jeder der mal in Libyen war und sich selbst ein Bild der Lebensbedingungen in den Camps gemacht hat, weiß, dass, wenn die UNO uns anbietet, dort zusammen mit der EU, Auffangstrukturen zu bauen und zu organisieren, Strukturen wo analysiert werden könnte ob jemand gemäß der Genfer Konvention Recht auf Schutz hat, wir das annehmen sollten. Ist internationaler Schutz geboten, sollten diese Antragssteller über ein „Resettlement Programm“, in Europa aufgenommen werden.

Beim europäischen Rat wurde weiterhin vorgeschlagen, dass kontrollierte Ausschiffungszentren um gerettete Menschen aufzunehmen nicht alle unbedingt in Italien sein sollen. Stellt sich heraus, dass die Genfer Konvention anzuwenden ist, sollten über ein Relocation-System die Antragsteller in den europäischen Mitgliedstaaten verteilt werden.

Aus meiner Erfahrung, seit 2015, wird es meines Erachtens kein funktionierendes Relocation-System geben, wenn dies nicht auf festen Regeln beruht.

Was die Rückführung angeht, bin ich mit jedem einverstanden, dass wir hier große Anstrengungen auf europäischem Niveau machen müssen und wir sollten es auch aus Europa machen. Es gibt keine Ursache dies aus dem Vorhof der Europäischen Union in Rückführungszentren zu tun.

Ich möchte noch hinzufügen, dass ein krisenfestes Asylsystem ein Verbiegen weder der Genfer Flüchtlingskonvention, noch der Europäischen Grundrechtecharta, noch der europäischen Verträge überlebt. Die EU muss sich ganz zügig in diesem Ministerrat, in dem wir viel für den Außengrenzschutz machen werden, auch mit dem Asylpaket selbst beschäftigen. Die Vorschläge der Kommission liegen auf dem Tisch und wir müssen uns mit der Reform des Dublin Systems beschäftigen und Lösungen finden.

Kernstück der Genfer Konvention ist das Prinzip der Nichtzurückweisung, (principe de non-refoulement), das wir nicht einfach zur Seite schieben können. Es ist natürlich nicht falsch mit Ländern wie zum Beispiel Tunesien über Kooperation zu verhandeln, aber die Genfer Konvention sagt uns klar, dass wenn einer in Europa Schutz anfragt, dann auch in Europa eine Prozedur stattfinden muss.

Zum Schluss, möchte ich noch hinzufügen, dass die Zahl der Antragssteller 2018 im Verhältnis mit 2015 um 95% gefallen ist. Wenn wir uns die Zahlen ansehen, haben wir uns mit einigen Tausenden zu beschäftigen und nicht mit Hundertausenden. Es ist kein Ding der Unmöglichkeit die Vorschläge des Asylpakets zu analysieren und umzusetzen.“



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