Kache mam MalouRinderbraten

Ein Rinderbraten oder Schmorbraten ist etwas, was heute bei den Leuten nicht mehr so beliebt ist.

Ein Rinderbraten oder Schmorbraten ist etwas, was heute bei den Leuten nicht mehr so beliebt ist. Aber das liegt ganz sicher nicht am Fleisch, ganz im Gegenteil! Dieses Schmorfleisch hat einen wundervollen intensiven Fleischgeschmack. Viele Leute glauben auch dass die Zubereitung kompliziert ist. Aber auch das stimmt nicht. Ich zeige euch heute ein Rezept von einem herrliche Rinderbraten. Das Stück Fleisch sitzt am Rumsteak, am hinteren Schenkel. Es ist die Verlängerung vom Schwanzstück. In Deutschland wird es auch noch Bürgermeisterstück genannt und in Frankreich chapeau du curé. Es ist ein sehr unkompliziertes Stück Fleisch, mit dem sie bei ihren Lieben Eindruck schinden können. Auch wenn der Braten ein paar Minuten länger im Ofen steht ist das kein Problem. Das Fleisch hat einen wunderbaren intensiven Geschmack und lässt sich auch auf dem Teller so interpretieren, dass es nicht nach Omas Küche aussieht.


Für 4 Portionen:
800 gr Rinderbraten (chapeau) zum durchbraten
300gr frische braune Champignons
1 grosse Zwiebel, in Würfel geschnitten
1/2 Stange Lauch, 1 Möhre, 1 Tomate über Kreuz eingeritzt
100ml Weisswein (Elbling) zum ablöschen
400ml Rinderbrühe oder Wasser, das Fleisch sollte bis zu 3/4 in der Sauce liegen wenn es in den Backofen kommt
1 Lorbeerblatt, 2 Nelken, Salz, Pfeffer
Olivenöl zum anbraten


Zubereitung:
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, das Fleisch salzen und pfeffern, hinein geben und bei grosser Hitze schön knusprig von allen Seiten anbraten. Es sollte rundherum eine schöne dunkle Farbe haben.Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, das Fleisch auf einen Teller legen und zur Seite stellen.

Die Temperatur etwas verringern, und in dem gleichen Topf die Zwiebeln schön glasig garen. Wenn nötig noch ein wenig Olivenöl dazu geben, erhitzen. Die Champignons je nach Grösse halbieren oder vierteln. Wenn es grosse Pilze sind dann schneide ich sie gerne in dünne Scheiben. Ebenfalls mit anbraten. Nun das restliche Gemüse, so wie die das Lorbeerblatt und die Nelken dazu geben. Die Hitze wieder erhöhen,der Topf muss richtig schön heiss sein, wenn sie mit dem Weisswein ablöschen. Den Wein etwas einkochen lassen. Nun ebenfalls die Brühe oder das Wasser dazu geben, kurz aufkochen lassen. Sobald sie die Hitze reduzieren, lösen sich die Röstaromen vom Boden des Topfes, und geben ihren wunderbaren Geschmack an die Sauce ab. Das Ganze noch einmal kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Nun den Braten wieder mit zur Sauce geben und in den Backofen schieben. ((180 Grad Umluft) Lassen sie den Rinderbraten für mindestens 45 Minuten schmoren. Schauen sie ab und zu in den Backofen, ob noch genug Sauce vorhanden ist, resp. übergiessen sie den Braten ein zweimal mit Sauce, damit der obere Teil, der aus der Sauce herausragt nicht austrocknet.

Nach 45 Minuten den Braten aus der Sauce nehmen und warm halten. Die Sauce durch ein Sieb schütten, um das Gemüse zu entfernen. Das Gemüse etwas mit einer Gabel zerdrücken, damit der ganze Saft mit in die Sauce kommt. Nun haben sie einen geschmacklich wundervollen Bratenfond, den sie genau so über das Fleisch geben können. Viele Leute lieben das so.Diese Sauce ist allerdings ungebunden und relativ flüssig, das heisst es ist keine schöne sämige Sauce. Wer das wiederum nicht mag, gibt den Bratensaft in einen kleinen Topf lässt das Ganze aufkochen, und gibt Maizena dazu um die Sauce zu binden. Ich binde meine Saucen allerdings nie mit Speisestärke, weil es den Geschmack der Sauce verfälscht. Ich verrate euch einen Trick um die Sauce zu binden. Der ist einfach, verlässlich und unkompliziert. Mein Trick: beurre manié ( Siehe " Mein Tipp" unten).

Ich liebe Bratkartoffeln zu dem Rinderbraten. Wenn man die gute Sauce über die Kartoffeln gibt, diese ein wenig mit der Gabel andrückt, damit sie die Sauce gut aufnehmen, dann das saftige Fleisch dazu ..... was braucht man mehr um glücklich zu sein. Ein sehr gutes Essen, das nicht teuer ist und innerhalb einer guten Stunde auf dem Tisch steht. Ihre Gäste werden begeistert sein. Probieren sie es aus.

Mein Tipp: Ich binde meine Sauce immer mit beurre manié. Das ist eine ganz unkomplizierte Methode und klappt immer! Die Sauce wird dann schön sämig und glänzend. Man nimmt genau so viel Mehl wie Butter. Verknetet die Masse mit den Fingern oder einer Gabel. Stellt das Ganze in den Kühlschrank. Die beurre manié muss immer eiskalt sein wenn man sie verarbeitet. Stets nur kleine Mengen von der beurre manié in die stark köchelnde Sauce geben, und rühren, sonst kann die Sauce schnell zu dick werden.Etwas warten um zu sehen ob die Sauce sämig genug ist, wenn nicht den Vorgang wiederholen.

Sie können diese Butter auch auf Vorrat vorbereiten. Sie hält sich mehrere Wochen im Kühlschrank, und so haben sie die beurre manié immer griffbereit.