Spiffing IdeasDossier Lavendel

Lavendel ist ein sogenannter Lippenblüter, der vor allem für die französische Region „Provence“ charakteristisch ist.

Die herrliche Landschaft, mit seinen beeindruckenden violett leuchtenden Lavendelfeldern, die von Juni bis August blühen, ist hier gar nicht mehr wegzudenken.

Die Pflanze ist vielseitig einsetzbar – ob als Duftnote, als Zierpflanze oder im Gewürzregal. Es wird angenommen, dass sich der botanische Name „Lavandula“ entweder vom lateinischen „lavare“ – „waschen“ – ableitet oder vom lateinischen „levare“ – was erleichtern oder auch abwehren bedeutet. Als Duftnote wurde Lavendel zunehmend von französischen Parfümeuren im 13. Jahrhundert eingesetzt.

Zur Gattung Lavandula gehören 26 Arten, wobei der Echte Lavendel, der Speiklavendel, der Lavandin und der Schopflavendel heilkundlich verwendet werden. Lavendel hat eine beruhigende Wirkung und wird in der Medizin unter anderem bei Bluthochdruck und bei Einschlafstörungen eingesetzt. Im Jahr 2008 wurde Lavendel sogar zur Heilpflanze des Jahres gekührt.

Lavendel in der Küche


Ob im Dessert, in pikanten Gerichten, beim Käse, als Eis oder in der Butter: Lavendel ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Der frisch-würzige Geruch und der leicht herb-bittere Geschmack, der an Rosmarin erinnert, sorgen für ein besonderes Geschmackserlebnis. Zudem wirkt die violette Farbe für einen sommerlichen Deko-Effekt auf dem Teller.

In der Kulinarik eignet sich der Echte Lavendel („Lavandula angustifolia“) am besten. Frische sowie auch getrocknete Blüten vom Lavendel sind hier einsetzbar. Beim Geschmack gibt es jedoch Unterschiede, denn getrocknete Blüten schmecken intensiver.  

Lavendel sollte man äußerst sparsam dosieren, da bereits einige Blüten besonders intensiv schmecken und der Geschmack für viele ungewohnt ist. Gekocht und gewürzt sollte nur mit Lavendel aus ökologischem Anbau oder aus dem eigenen Garten. Hier kann man sicher sein, dass er frei von Pestiziden ist. 

Auch in der pikanten Küche verleiht er den Speisen eine exotische Würze, die an Sommer und Urlaub erinnert. Zu Wild, zu Huhn aber auch zu Fisch passt Lavendel hervorragend. Die Wenigsten wissen, dass zum Beispiel in vielen Provence-Kräutermischungen (Herbes de Provence oder Bouquet garni) Lavendelblüten Bestandteil sind.

Lavendel trocknen


Die Sträuße können, mitsamt Stängel, mit Gummibändern zu einem Bündel gebunden werden. Den Strauß sollte man an einem trockenen und gut belüfteten, dunklen Ort für mindestens eine Woche mit der Blühe nach unten aufhängen. Wenn sich die Blüten leicht vom Stängel lösen, ist die Trocknung abgeschlossen. Die Blüten sollten auf keinen Fall in der Sonne getrocknet werden. Getrocknete Lavendelblüten halten sich bis zu 6 Monate in einem luftdichten Glas, welches an einem dunklen Ort aufbewahrt wird. Frischer Lavendel hält ein paar Tage im Kühlschrank - kann aber auch eingefroren werden.

Wer im eigenen Garten keinen Echten Lavendel stehen hat kann auf Online-Shops für Gewürze fündig werden. Der Kreativität kann man dann freien Lauf lassen, denn schmecken tut Lavendel immer.