Nei um BichermaartBushäuschen in Georgien

Texte und Fotos von Georges Hausemer, Batty Weber-Preisträger 2017

Anlässlich der Überreichung des Batty Weber-Preises 2017 ist am 23. Oktober 2017 das neue Buch von Georges Hausemer erschienen: eine Sammlung von Texten und Fotos zu den unzähligen, meist verwaisten Bushaltestellen, die die Straßen Georgiens säumen. Einsam und leer stehen die zahllosen Bushäuschen da, gemieden von potenzieller Kundschaft, scheinbar vergessen von den Funktionären aus dem Transportministerium in Tiflis. Stattdessen werden die georgischen Haltestellen gerne als Parkplatz oder Garage genutzt, dienen herumstreunenden Kühen und Eseln, Schafen und Schweinen, Hunden und Katzen als Unterschlupf und müssen bisweilen auch als Marktstände herhalten.

Auf seinen Streifzügen durch die seit 1991 unabhängige Kaukasus-Republik hat Georges Hausemer Hunderte dieser Häuschen fotografiert – Kleinodien der sowjetischen und postsozialistischen Straßenrand-Architektur, in der sich die bewegte Geschichte des aufstrebenden Landes spiegelt. In diesem Buch präsentiert der mehrfach ausgezeichnete Reiseschriftsteller eine Auswahl seiner Bilder, begleitet von kurzen, poetischen Texten und einer ausführlichen Nachbemerkung unter dem Titel "Warten auf gar nichts".

Der Autor:
Georges Hausemer, 1957 in Differdingen geboren, lebt in Luxemburg, einem kleinen Dorf in der Nordeifel und im baskischen San Sebastián. Zuletzt erschienen: „Der Schüttler von Isfahan. Karawansereien" (2016), „Fuchs im Aufzug. Erzählungen" (2017) und „Luxemburg. Das einzigartigste Großherzogtum der Welt" (zusammen mit Susanne Jaspers, 2017).
2017 wurde er mit dem Batty Weber-Preis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.
www.georgeshausemer.com

Das Buch:
Georges Hausemer: „Bushäuschen in Georgien. Texte und Fotos", capybarabooks, Luxemburg 2017, Format: 11x19 cm, 70 Seiten in Farbdruck, Klappenbroschur, Verkaufspreis: 15 Euro, ISBN 978-99959-43-12-7.

Im Oktober 2018 wird Georgien Gastland auf der Frankfurter Buchmesse sein.