Käerch-SimmerKonkreten Hiweis op d'Präsenz vun engem Wollef

Am Schnéi goufen op enger Längt vu ronn 400 Meter Spure fonnt, déi engem Wollef gehéiert kéinten hunn.

© AFP (Archiv)
Am Schnéi goufen och Spure vun Urin nogewisen, deen elo an engem spezialiséierten Institut an Däitschland analyséiert gëtt. Mat de Resultater ass an e puer Wochen ze rechnen.

Am Juli 2017 hat d'Naturverwaltung am Raum Garnech fir d'éischt zanter 124 Joer nees e Wollef am Land nogewisen. Am Februar dëst Joer gouf et een zweete Fall zu Furen.

Lëtzebuerg huet sech iwwert déi lescht Jore schonn op e méigleche Retour vum Wollef preparéiert, dat geschitt ënnert anerem iwwert een Aktiouns- a Managementplang fir den Ëmgang mat Wëllef, den Uganks 2017 virgestallt gi war. Wëllef evitéieren an der Reegel den direkte Kontakt mam Mënsch. Normalerweis zéie si sech zeréck, soubal Mënschen opdauchen. An der Broschüre "Wölfe in Luxemburg?" fënnt een nieft eng sëllechen Informatiounen och Verhalensreegelen wéi een sech soll behuelen, wann een op e Wollef trëfft.

Wien en Hiweis op e Wollef huet, soll sech bei der Naturverwaltung mellen, per Mail op wolf@anf.etat.lu.

Offizielle Communiqué
Konkreter Wolfshinweis im Westen Luxemburgs (19.12.2018)

Communiqué par: ministère de l'Environnement, du Climat et du Développement durable

Am vergangenen Sonntag gab es im Raum Koerich-Simmern einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfs. Auf Grund eines Hinweises aus der Bevölkerung konnte die Naturverwaltung in einem Waldgebiet den Spuren eines großen Hundeartigen auf etwa 400 m Länge im Schnee folgen. Auf Basis dieser Spuren konnte nicht ausgeschlossen werden, dass ein Wolf sich in diesem Gebiet aufgehalten hat. Im Schnee konnte ebenfalls eine Urinprobe sichergestellt werden, die zwecks genetischer Analysen an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen (D) geschickt wird, welches das Referenzlabor in diesem Bereich ist. Mit den Resultaten ist in einigen Wochen zu rechnen.

Im Juli 2017 hatte die Naturverwaltung im Raum Garnich erstmals seit 124 Jahren einen Wolfsnachweis für Luxemburg erbracht, und im Februar 2018 einen solchen im Raum Fouhren.

Alle Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen sollten umgehend der Naturverwaltung gemeldet werden (E-Mail: wolf@anf.etat.lu).

Aktionsplan „Wolf" ausgearbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt

Der Wolf ist in ganz Europa streng geschützt. Luxemburg hat sich in den letzten Jahren bereits auf die mögliche Rückkehr des Wolfs vorbereitet, um von vorne herein den Umgang mit dieser Tierart zu definieren. Dies geschieht im Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg, der zusammen mit allen Akteuren aus der Landwirtschaft, der Wissenschaft, dem Naturschutz, den Privatwaldbesitzern und der Jagd erarbeitet und Anfang 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Wölfe sind scheu - Broschüre gibt Auskunft über Verhaltensregeln

Wölfe meiden in der Regel den direkten Kontakt zum Menschen. Begegnungen zwischen Mensch und Wolf sind daher äußerst selten, aber nicht unmöglich. In der Regel ziehen sich Wölfe zurück, sobald sie einen Menschen bemerken, können aber durchaus auch neugierig sein und den Menschen vor dem Rückzug erst einmal genauer mustern. In der Broschüre „Wölfe in Luxemburg?" findet man neben vielen anderen Informationen über den Wolf auch Verhaltensregeln, die man im Falle einer Begegnung mit dem Wolf einhalten sollte.

Der Aktionsplan "Wolf" sowie die Broschüre zu Verhaltensregeln ist gratis erhältlich bei der Naturverwaltung unter der Nummer (+352) 40 22 01-1 sowie in den Besucherzentren der Verwaltung: Mirador in Steinfort, A Wiewesch in Manternach, Ellergronn in Esch-Alzette, Biodiversum in Remerschen und Burfelt bei Insenborn. Sie ist auch im Internet unter www.emwelt.lu zu finden.