Bezierkswiessel gewënschtLeideleng a Koplescht vum Süden an den Zentrum

De 26. Mee 2019 soll et e konsultative Referendum iwwer de Wiessel vum Walbezierk an der Gemeng Leideleng ginn.

Dat ass op alle Fall d'Zil vum Gruppement "Zesumme fir Leideleng", wou véier Leidelenger Gemengeconseilleren dra sinn, an der Sektioun Koplescht-Briddel vun der Demokratescher Partei.

Op enger gemeinsamer Pressekonferenz e Samschdeg goufen d'Grënn genannt, firwat Leideleng a Koplescht net an de Bezierk Süde gehéieren, mä wuel éischter an den Zentrum:

"D'Deputéiert sinn an der Reegel an hirem Walbezierk ënnerwee. Wéi sollen d'Leit mat den Deputéierten aus hirem Bezierk an d'Gespréich kommen, wann hiert Liewe sech gréisstendeels net an deem Bezierk ofspillt?", huet de Leidelenger Gemengeconseiller Lou Linster zum Beispill gefrot.

De Kopleschter Buergermeeschter Carlo Schmit huet iwwerdeems gefrot, wéi en Deputéierte vu Schëffleng d'Verkéiersproblemer vu Koplescht-Briddel kenne kann.

Dem Gruppement "Zesumme fir Leideleng" no hu sech bei enger inoffizieller Ëmfro bei de leschte Walen de 14. Oktober iwwer 58 Prozent vun de Wieler fir e Bezierkswiessel ausgeschwat. 127 Leit hate matgemaach.

An der Gemeng Koplescht hate sech den 8. Oktober 2017 63 Prozent vun de Wieler fir e Wiessel vum Bezierk ausgeschwat.

PDF: Presentatioun "Referendum Walbezierk Zentrum".

Communiqué vun den Organisateuren
Leudelinger Bürger sollen das Wort bekommen

Organisation von Referendum über Wahlbezirkswechsel der Gemeinde Leudelingen wird für 26. Mai 2019 angepeilt

„Zesumme fir Leideleng“, eine Gruppierung bestehend aus vier Leudelinger Ratsmitgliedern, sowie die DP Sektion Kopstal-Bridel hatten neulich zu einer Pressekonferenz geladen. Thema: Veranstaltung eines konsultativen Referendums in der Gemeinde Leudelingen mit der Frage ob Leudelingen vom Wahlbezirk Süden in das Zentrum wechseln soll. Zur Erinnerung: In der Gemeinde Kopstal hatten sich am 8. Oktober 2017 63% der Wähler für einen solchen Bezirkswechsel ausgesprochen.

„Abgeordnete sind in der Regel in “ihrem“ Wahlbezirk unterwegs. Wie sollen die Leute mit Abgeordneten aus ihrem Wahlbezirk ins Gespräch kommen, wenn ihr Lebensmittelpunkt größtenteils nicht in diesem Bezirk ist?“, so das Leudelinger Ratsmitglied Lou Linster. Zudem setzen sich Abgeordnete oftmals für lokale Belange ein, was allerdings schwierig ist, wenn diese die lokalen Probleme gar nicht kennen. Der Kopstaler Bürgermeister Carlo Schmit wirft die Frage auf, wie ein Abgeordneter aus Schifflingen oder Esch die Verkehrsprobleme in Kopstal-Bridel kennen kann.

Über 50% der Leudelinger Arbeitnehmer arbeiten in der Stadt Luxemburg

Lou Linster trägt mehrere Argumente vor, warum seiner Meinung nach Leudelingen näher am Zentrum als am Süden ist. Rund 550 Leudelinger arbeiten in der Stadt Luxemburg, was über 50% aller Arbeitnehmer der Gemeinde entspricht. Nimmt man die Leute hinzu, welche in anderen Zentrums-Gemeinden wie Bartingen oder Strassen einer Beschäftigung nachgehen, so kann daraus geschlossen werden, dass nur eine Minorität der Leudelinger Arbeitnehmer im Süden arbeiten.

Auch in punkto öffentlicher Nahverkehr ist Leudelingen wesentlich besser an die Zentrums- als an die Südregion angebunden. So verbindet die AVL-Linie 4 Leudelingen im 20-Minuten-Takt mit der Hauptstadt. Es existiert ebenfalls ein direkter Schulbus zum Campus Geesseknäppchen. Eine TICE-Verbindung oder einen Schulbus nach Esch sucht man in Leudelingen hingegen vergebens. Lediglich die Busse welche zwischen Esch und der Hauptstadt verkehren bleiben im südlichen Teil der Gemeinde stehen.

Alle größeren Infrastrukturprojekte welche die Regierung in und um Leudelingen in den nächsten Jahren umsetzen will, fokussieren sich stark auf die Hauptstadt, sei es die Verlängerung der Tram nach Leudelingen aus Richtung Cloche d’Or bzw. Porte de Hollerich oder der Bau des Boulevard de Cessange/Merl. „Diese Projekte werden einen starken, vermutlich positiven Einfluss auf die Leudelinger Verkehrssituation haben“, so Lou Linster.

Leudelinger Schöffenrat hat Mitgliedschaft im Gemeindesyndikat Pro-Sud abgelehnt

Schließlich hat der Leudelinger Schöffenrat vor Kurzem abgelehnt in Gespräche über eine eventuelle Mitgliedschaft im Gemeindesyndikat Pro-Sud einzutreten, dies mit dem Argument man fühle sich dem Zentrum näher. Leudelingen bildet zusammen mit der Stadt Luxemburg, Bartringen, Strassen und Hesperingen die Vereinigung „DICI Sud-Ouest“. Die Mitgliedschaft im DICI-Verbund erlaubt es der Gemeinde sich 2019 an das „Vel’oh“-Netz anzuschließen. Zudem verbindet die DICI-Buslinie 226 Leudelingen mit Bartringen und Hesperingen.

In einer informellen Umfrage die „Zesumme fir Leideleng“ am 14. Oktober vor den Leudelinger Wahllokalen durchgeführt hat, haben über 58% der insgesamt 127 Befragten gesagt, sie würden sich eher mit Zentrums- als mit Süd-Politikern identifizieren und rund 77% der Befragten haben sich für die Organisation eines Lokalreferendums ausgesprochen.

„Zesumme fir Leideleng“ wird eine Motion im Gemeinderat einbringen

In einer Motion wird „Zesumme fir Leideleng“ dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung vorschlagen ein Referendum am 26. Mai 2019 abzuhalten, zeitgleich mit den Europawahlen. Sollte sich im Gemeinderat keine Mehrheit dafür finden, wird eine Unterschriftenaktion gestartet. Laut Gemeindegesetz reichen in einer Majorzgemeinde die Unterschriften von einem Viertel der Wähler, damit ein Lokalreferendum organisiert wird.

Lou Linster betont, dass es vor allem darum geht, den Leudelinger Bürgern das Wort zu geben und somit Klarheit zu schaffen ob die Mehrheit der Leudelinger einen solchen Wechsel will oder nicht. Doch was würde es bedeuten, sollte sich eine Mehrheit der Leudelinger für einen Bezirkswechsel aussprechen? In der Verfassung ist festgehalten aus welchen Kantonen sich die einzelnen Wahlbezirke zusammensetzen. Die Zusammensetzung der Kantone wird jedoch per Gesetz bestimmt und könnte somit ohne Problem vom Abgeordnetenhaus, der Chamber, geändert werden.

Lokalreferenden müssen von der nationalen Politik ernst genommen werden

Da Lokalreferenden allerdings nur konsultativen Charakter haben ist weder die Chamber, noch die Regierung dazu verpflichtet sich mit deren Ergebnissen zu befassen. Ratsmitglied Lou Linster und auch Bürgermeister Carlo Schmit unterstreichen jedoch, dass, wenn Politiker jedweder Couleur immer wieder betonen wie wichtig der Wählerwille ist, es nicht sein kann, dass sich mit den Ergebnissen dieser Referenden nicht näher befasst wird.



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