Hans im Glück

Musiktheater nach dem Märchen der Brüder Grimm. Fassung von Matthias Schönfeld und Iljá Pletner. Ab 6 Jahren. Atze Musiktheater Berlin. Schulvorstellungen: MO, 1.7.2019 / 10.00 & 14.15 und DI, 2.7.2019 / 10.00. Hans erhält als Lohn für sieben Jahre Arbeit einen Klumpen Gold und macht sich auf den Weg nachhause. Unterwegs trifft er verschiedene Leute, die ihn zum Tauschen einladen: sein Gold gegen ein Pferd, das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans und die Gans gegen einen Stein. Er freut sich über jeden Tausch, da ihm alle ein gutes Geschäft bestätigen. Als ihm am Ende der schwere Stein in einen Brunnen fällt, macht sich Hans glücklich und frei von aller Last wieder auf den Weg. Das Grimm’sche Märchen widerspricht zunächst unserer gängigen Logik von Wert und Unwert, von Glück und Pech. Regisseur Matthias Schönfeld bezieht das Publikum in die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen darüber mit ein, was „ein guter Tausch“, welches Handeln „klug“ sei und vor allem: was glücklich macht. Hans startet in einem Rhönrad, das für den Lauf der Welt, aber auch das Glücksrad Fortunas stehen kann. Die Tiere werden durch runde, immer kleinere Metallringe symbolisiert, mit denen sich Hans und seine Tauschpartner*innen artistisch-spielerisch beschäftigen. Schattenrisse der eingetauschten Tiere stellen die Verbindung zu dieser symbolischen, die Fantasie anregenden Bühnenwelt her, in der das Rhönrad mal zu einem Wirtshaus, einem Brunnen oder einem Gefängnis wird und die ‚Ratgeber’ in weitere Rollen wie Bauer oder Gänsehirt schlüpfen. Was ist für die Kinder der ganz eigene Weg zum Glück.

Alle Da!

Theaterstück über Krieg, Flucht, Migration und kulturelle Vielfalt nach Anja Tuckermann mit Textpassagen von Erasmus von Rotterdam, Martin Luther King, Alexander Gerst, Göksen Güntel. Anschließend Gespräch mit den Schauspielern. Atze Musiktheater Berlin. Ab 12 Jahren. Das brandaktuelle Theaterstück beruht auf dem illustrierten Kinderbuch „Alle da!“, in dem die Berliner Autorin Anja Tuckermann Geschichten über Migration, Identität und den Reichtum kultureller Vielfalt erzählt. In einer facettenreichen Inszenierung für alle ab 12 Jahren rückt Regisseurin Göksen Güntel die Themen Krieg und Flucht in den Fokus, macht aber auch klar, dass fast jede Familie ihre eigene Migrationsgeschichte erzählen kann und wir alle da sind: Wir alle leben hier und müssen sorgsam miteinander umgehen. Wir alle sind Erdenbürger und müssen gut auf unseren blauen Planeten aufpassen. Göksen Güntels Theaterstück erlaubt Familien und Schulklassen einen unverschleierten Blick auf die Wirklichkeit. Gerade jungen Menschen bietet sich damit vielleicht erstmals die Chance, Antworten auf drängende Fragen zu bekommen, die sie sonst nur blitzlichtartig streifen. Warum gibt es Kriege? Was bringt Menschen dazu ihre Heimat zu verlassen und sich riesigen Strapazen auszusetzen? Wie kommen diese Menschen in Europa und in Deutschland an? Die collagenhafte Inszenierung mit Textpassagen von Erasmus von Rotterdam, Martin Luther King, Alexander Gerst, Anja Tuckermann, Göksen Güntel, sowie Ausschnitten aus aktuellen Zeitungsberichten bringt uns die oft verdrängte Realität ganz nahe, schafft Brücken der Kommunikation und stärkt die Fähigkeit zu Empathie. Ein vielstimmiger Chor der Menschlichkeit entsteht. Drei junge Schauspieler*innen schlüpfen in ständig wechselnde Rollen und gestalten diese mit intensiven Monologen und tänzerischen Elementen. In einem facettenreichen Mosaik werden auch unterschiedliche Sprachen, Religionen und kulturell bedeutende Feste skizziert, sowie Vorurteile mit Augenzwinkern vorgeführt. Carsten Klatte, der musikalische Leiter, komponiert dazu einen Soundtrack aus Weltmusik, Beats und Sounds. Filmische Elemente und Live-Videos runden das Bühnengeschehen ab.

Die Zauberflöte

Bravo, bravo Papageno! Familien-Musical nach der berühmten Oper von W. A. Mozart. Für Kinder ab 5 Jahren. Kleine Oper Homburg. Fünf Künstler präsentieren Musik und Gesang live. Schulvorstellungen: MO, 20.5.19 / 10.00 & 14.15. Die Geschichte spielt in einem fernen Märchenland. Der greise König Tyros ordnet sein Reich. Die Herrschaft im Sonnenland und die Erziehung seiner einzigen Tochter, der Prinzessin Pamina, übergibt er seinem Lieblingsbruder Sarastro. Als Zeichen seiner Würde erhält Sarastro den flammenden Sternenkreis. Alle Reichtümer und eine Zauberflöte vermacht König Tyros seiner Frau, der Königin der Nacht, und seiner geliebten Tochter Pamina. Die Zauberflöte ist aus dem Holz einer tausendjährigen Eiche geschnitzt. Sie vermag Böses in Gutes zu verwandeln. Die Königin jedoch ist mit dieser Teilung unzufrieden und schmiedet einen Plan. Liebenswert wird dieses spannende Abenteuermärchen durch die Gestalt des Vogelfängers Papageno. Er ist ein lustiger, mit bunten Federflügeln geschmückter Geselle. Von der Königin der Nacht, in deren Reich er für die Vögel sorgt, wird er zum Diener des Prinzen Tamino bestimmt. Zusammen mit dem Prinzen, der sich Hals über Kopf in das Bild von Pamina verliebt, und mit Hilfe der Zauberflöte soll er die schöne Prinzessin aus dem Schloss ihres Onkels befreien. Dabei erleben die beiden ein turbulentes Abenteuer. Natürlich gibt’s zum Schluss ein Happy End mit einem herrlichen Fest. Der mutige Prinz Tamino gewinnt die schöne Prinzessin Pamina zur Frau. Papageno bekommt seine entzückende Papagena. Die kleine Oper Bad Homburg präsentiert klassisches Musiktheater für Kinder im Outfit eines modernen Musicals. Bildung durch Unterhaltung. Auf hohem Niveau und höchst kurzweilig. Junges Publikum wird lustvoll an klassische (Opern-) Musik herangeführt. Dabei wurde der Opernstoff für Kinder verkürzt, vereinfacht und zu einem Fantasie-Märchen in einer bunten Zauberwelt umgearbeitet. In einem modernen Rahmen dominieren die originalen "Papageno-Szenen". Unverändert wird die Musik von W.A. Mozart vorgestellt. Mit farbenfrohen Kostümen und einer aufwändigen Bühnenausstattung, mit ausgefallenem Lichtdesign und Pyrotechnik. Mit Rock und Pop und fetzigen Tänzen.

Herbert Knebel “Im Liegen Geht's”

Das neue Soloprogramm. Wer kennt sie nicht die legendäre, liebenswerte Kunstfigur des Kabarettisten Uwe Lyko: den Frührentner Herbert Knebel. Seine ulkigen Alltagsgeschichten, brillant und eigenwillig im feinsten Ruhrpott-Dialekt erzählt, sprühen von inhaltlicher Komik, Scharfsinn und Wortwitz. Seine Markenzeichen: Hornbrille, Helmut Schmidt-Mütze und trockener Ruhrgebietshumor. Mit Sarkasmus und einer gehörigen Portion Charme durchforstet Herbert Knebel seit 20 Jahren den Alltag und begeistert sein Publikum, sei es bei ARD oder auf der Bühne. „Wer kennt dat nich, dat viele Tätigkeiten, die man im Stehen verrichten muss, einem zunehmend schwerer fallen, gerade im Alter! Und da kommt auch mein Motto ins Spiel, wat auch der Titel von mein neues Programm is: Im Liegen geht’s! Wat weiß ich, Spülen, Abtrocknen Saugen, Fensterputzen, dat sind doch alles Tätigkeiten, die man sich im Liegen viel besser ankucken kann, als dat man einfach nur doof dabeisteht. Ja, manchmal muss man ers en gewisses Alter erreichen, um zu Reife und Weisheit zu gelangen. Und davon handelt auch mein neues Programm, wo ich wieder Geschichten erzähl, die sich gewaschen haben, und die es wahrlich in sich haben, wo ich manchma selber denk, wat, dat solls du alles erlebt haben?! Na ja, aber im Liegen ging’s. Mit dabei is auch wieder Ozzy Ostermann, der auch diesma wieder einen bunten Strauß von Melodien parat hat, die man so vielleicht auch noch nich gehört hat! Ich freu mich schon auf euch! Euern Herbert Knebel“.