Fondation Cancer533 868 € fir Erfuerschung vun der Zelldeelung vu Kriibszellen

D'Fondation Cancer ënnerstëtzt mat dësem Scheck d'Fuerschungsaarbecht vum Dr. Andreas Girod vun der Uni Lëtzebuerg.

Die Fondation Cancer unterstützt die Forschung
533.868 € für die Erforschung der Zellteilung von Krebszellen
Zur Unterstützung eines Forschungsprojektes überreichten Dr. Carlo Bock, Präsident der Fondation Cancer und Lucienne Thommes, Direktorin, im Beisein von Prof. Dr. Tonie Van Dam, Vizerektorin der Universität Luxemburg, an den Forscher Dr. Andreas Girod einen Scheck in Höhe von 533.868 €. Der Titel des Projekts lautet: Mapping the interaction profile of microtubule associated proteins (MAPs) in time and space, during out of control cell division in cancer – “2MAP cancer”. Das Ziel besteht darin, zu verstehen, wie die Regulation der Zellteilung bei Krebszellen funktioniert.

Bei einem gesunden Menschen unterliegt die Zellteilung einer strikten Regulation, die sehr stark von Faktoren außerhalb der einzelnen Zelle beeinflusst wird. Krebszellen entziehen sich dieser Regulation: Sie reagieren beispielsweise nicht länger auf externe Signale, die ihr Wachstum kontrollieren und übergehen Kontrollpunkte (Checkpoints), welche die Teilung und das Weiterleben schadhafter Zellen eigentlich verhindern sollten. Kommt es zur Zellteilung, ist daran auch die Teilung des Zellkerns (Mitose) gekoppelt. Im Zellkern liegt das genetische Erbgut (auch als DNS bekannt) in Form von Chromosomen vor.

Während der Mitose wird eine identische Kopie eines jeden Chromosoms hergestellt. Jedes Chromosom besteht dann aus zwei sogenannten Schwester-Chromatiden. Die mitotische Spindel ist die molekulare Vorrichtung einer Zelle, die das genetische Material auf die beiden entstehenden Tochterzellen verteilt und im Normalfall sicherstellt, dass jede der Tochterzellen jeweils eines der beiden Schwester-Chromatiden eines jeden Chromosoms erhält.

Anomalien der Teilung von Krebszellen und Beschreibung des Forschungsprojekts
Fehler in der Mitose führen häufig zur sogenannten Aneuploidie, einer Situation, in der die bei der Zellteilung entstehenden Tochterzellen nicht die richtige Anzahl an Chromosomen (bzw. Chromatiden) erhalten. Aneuploidie kommt in ca. 70 % aller soliden Tumoren vor. Es wird angenommen, dass eine anormale Chromosomen-Ausstattung zu einer erhöhten genomischen Instabilität von Zellen führt. Der molekulare Mechanismus, welcher dieser erhöhten Rate der Chromosomen-Fehlverteilung und DNS-Schäden in aneuploiden Zellen zugrunde liegt, ist noch immer nicht vollständig verstanden und somit Gegenstand der Krebs-Grundlagenforschung.

Das Ziel des Projekts besteht darin, zu verstehen, wie die Regulation der Zellteilung funktioniert und welche Auswirkungen verschiedene Protein-Kombinationen auf den Aufbau der mitotischen Spindel und die korrekte Aufteilung des Erbguts auf die Tochterzellen haben. Protein-Interaktionen werden in lebenden Kultur-Krebszellen mithilfe hochmoderner mikroskopischen Techniken untersucht. In Kulturschalen wachsen die Zellen flächig nebeneinander, wodurch sie mikroskopisch verhältnismäßig leicht mit einer hohen räumlichen Auflösung zu untersuchen sind. Dieses quasi 2D-Wachstum entspricht aber meist nicht der Situation im Körper, wo Zellverbände sich in der Regel in allen drei Dimensionen ausdehnen. Aus diesem Grund liegt ein Fokus des Projekts auf Untersuchungen von 3D-Zellverbänden − sogenannten Spheroids.

Dr. Girod und sein Forschungsteam erhoffen sich durch dieses Projekt, die Regulation der Teilung von Krebszellen und insbesondere des Zellkerns, besser zu verstehen.

PDF: Pressecommuniqué (Deutsch)
PDF: Pressecommuniqué (Français)