CID - Fraen an Gender50 % Fraen an der neier Regierung gefuerdert

Ausserdeem gëtt e staarke Chancëgläichheetsministère verlaangt. Et wier een entsat, datt esou mann Fraen an d'Chamber gewielt goufen.

"Nëmmen 12 Frae si bei de Walen direkt an d'Chamber gewielt ginn an dat bei engem Prozentsaz vu 46% vu Fraen op de Wal-Lëschten. Dat sinn der erschreckend wéineg. Domadder steet Lëtzebuerg, 100 Joer nodeem d'Walrecht fir Fraen agefouert gouf, am internationale Verglach zimlech schlecht do", seet de "Centre d'Information et de Documentation (CID) - Fraen an Gender" a fuerdert bei der Bildung vun der zukünfteger Regierung op eng Paritéit opzepassen. Et wier keng Fro vu Kompetenz, sou d'Danielle Roster vum "CID - Fraen an Gender" en Dënschdeg de Mëtteg am Interview op Radio Lëtzebuerg.

D'Danielle Roster vum CID - Fraen an Gender



Am Gespréich mam Danielle Roster (23.10.2018)
D'Musekwëssenschaftlerin ass eng vun den Autorinne vum Buch "Mit den Haien streiten".


Schreiwes vum CID | Fraen an Gender
50% Frauen in die Regierung und ein starkes Gleichstellungsministerium

CID | Fraen an Gender ist erschüttert über die geringe Zahl der ins Parlament gewählten Frauen und fordert eine paritätische Aufstellung der neuen Regierung, wie in Frankreich und Spanien, um die Unterrepräsentanz von Frauen im Parlament zumindest auszugleichen.

Da quantitative Gleichheit allein noch keine qualitative Gerechtigkeit gewährleistet, plädieren wir darüber hinaus nicht nur für den Erhalt, sondern für eine konsequente Stärkung der Kompetenzen und Anhebung der finanziellen Mittel des Chancengleichheitsministeriums.

Luxemburg ist mit seinen 20% an gewählten weiblichen Abgeordneten international auf einem schlechten 98. Platz unter 193 Ländern gelandet – und dies ein Jahr vor dem 100. Jahrestag des universellen Wahlrechts.

Dieses Resultat kann nicht einfach mit Verweis auf einen vermeintlichen Wähler_innenwillen oder auf die scheinbar mangelnde Kompetenz von Poltikerinnen abgetan werden.

Das Fehlen von Politikerinnen bei Rundtischgesprächen und die Unterrepräsentanz der Frauen unter den Spitzenkandidat_innen sind ein Teil einer gleichstellungsresistenten Wahlstrategie vieler Parteien.

Die strukturelle Benachteiligung und damit einhergehende Unterrepräsentanz ganzer Bevölkerungsgruppen (nicht zuletzt fast der Hälfte der Einwohner_innen - jene ohne luxemburgische Nationalität) in unserer Gesellschaft und in unserem politischen System ist ein Problem, dessen sich die zukünftige Regierung schnellstmöglich ernsthaft annehmen muss.

Auch deshalb muss ein national und auch europaweit ernstzunehmendes Chancengleichheitsministerium nicht nur zivilgesellschaftliche- und Nichtregierungsorganisationen ideell und finanziell stärken, sondern auch ein
konsequentes Gendermainstreaming (einschließlich Frauenförderung und Diversity Management) als Querschnittsthema in allen Ministerien und Verwaltungen gewährleisten.

Dabei muss das übergeordnete Ziel einer kompetenten Gleichstellungspolitik sein, Ungerechtigkeiten, die aus diskriminierenden Strukturen und Praktiken resultieren, nachhaltig zu beseitigen.

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