Lieserbréif vum Edouard KuttenA propos covoiturage

 
 

Luxemburg hat sonder Zweifel ein „mobiles“ Problem mit über 518.000 zugelassenen Fahrzeugen (2016). Staufahren ist somit zur Gewohnheit geworden im EU-Staat Nummer 1 was die Kategorie PKW/Einwohner anbelangt (cf. Statec 2016).

Nun glaubt man im „covoiturage“ eine Lösung gefunden zu haben. Spritkosten werden geteilt, weniger Autos bedeuten auch Minderung des CO2-Ausstosses. So weit so gut!

Aber die Mitfahrer kommen nicht zu Fuß, nicht per Bus und auch nicht per Bahn, denn dann sie könnten sie ja auf die Fahrgemeinschaft verzichten und ganz auf den öffentlichen Transport zurückgreifen. Sie kommen per Auto, das irgendwo abgestellt wird, sehr oft zum größten Leidwesen der betroffenen Anrainer.

Die Straßen wo man noch gebührenfrei und zeitunabhänging parken darf, wie z.B. die „route de Luxembourg“ , beziehungsweise die „rue de la reconnaissance nationale“ in Bascharage sind Musterbeispiele. Ab 6 Uhr morgens wird abgestellt, diskutiert, Türen geknallt, umgestiegen. Eine zweite Auflage gibt es um 15 Uhr, und dies dauert ortsweise bis gegen 20 Uhr.

Die Gemeindeverantwortlichen, wie in Käerjeng zum Beispiel, stellen sich taub, säckeln aber von ihren Anrainern die anstehenden Steuern ein;  deren Lebensqualität steht nicht auf dem Programm und von einer „zône bleue“ will niemand etwas wissen.

Covoiturage wäre eine Lösung, wenn es eigens dazu geschaffene Auffangparkings gäbe. Augenblicklich ist es keine Lösung, sondern eine Verlagerung der Problematik, sowie eine zusätzliche Belastung der betroffenen Einwohnerschaft.

Edouard Kutten


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