Lieserbréif vum Carmen HeyarBio und Nicht-Bio

Die ersten Stangenbohnen pflückte ich in den Schulferien bei den Nonnen in Berbourg. Dort schmeckte mir alles so gut und so anders, ja sogar die weißen Makkaroni schmeckten wie heilig!

Wie ich 1976, also mit 17, meine Ernährung sowie mein Umfeld änderte, dekorierten spezielle Deutungen die Alimentation nur spärlich. Die place de Paris beherbergte das erste Stadtreformhaus, eine Filiale vom Escher Original. Dazu gab es auch ein paar Feinkostläden.

Die Kleider, die ich an mir assoziierte, nähte ich manchmal selbst und manch’ Idee und Kombination stieg in der Couture auf.

Dann geht man ja selbigen Weg weiter und mischt in der Bewegung der ehrbaren Kultur des Bodens und der Hofschlachtung des Viehs mit.

Heute: überall Kooperativen (Sternenfair, Stadtfarm, Wer ist der Chef), Solawi und Stiftungen wie z.B. bei Bioboden.

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Doch wie sieht die wirkliche Realität aus? Millionen Hungertode pro Jahr, und Unmengen an Obst, Butter und Gemüse werden weltweit tagtäglich weggeschmissen. Tausende Kilogramm Getreide, wenn nicht der richtige Zahlenwert ausgerufen wird!

Da greift dieses unser Solidarkonzept, das sich doch vorwiegend aus Eigeninitiativen, Privatbetrieben und Kooperativen sowie hierzulande auch staatlich subventionierten Bio Anbau- und Vermarktungsbetrieben zusammensetzt, nicht wirklich zur Genüge.

Womöglich müssen wir die wirklich Reichen miteinbeziehen, und sie nicht mehr als schwarze Schafe im Sozialstaat betrachten. Gerade die Gutbetuchten kaufen weltweit den Boden, vor allem Ackerflächen auf. Das Unterfangen ist ja auch sinnvoll, deshalb unser Appell an alle Millionäre und Milliardäre: lasst diese Flächen biologisch-organisch von Fachpersonal bewirtschaften, und delegiert an kompetente und engagierte Gemeinschaften. Ihr wollt ja Glück kaufen, oder?

Search of Happiness ist in der amerikanischen Verfassung als Grundrecht verankert.

Weltweit MUSS der Fleischkonsum reduziert werden. Der Codex Alimentarius müsste da Normen setzen. Fleisch wird aus Blödsinn zuviel konsumiert, derweil viele fleischschmeckende Produkte nur noch Fleischabfall enthalten, eben extra fein püriert und gewürzt!

Wir sollten uns aber auch von Fleisch ernähren, denn zwei Drittel des globalen Agrarbodens sind Weideflächen.

Der stetig wachsende Fleischkonsum, auch sogar im asiatischen Raum, bedeutet einen drastischen Anstieg der Futtermittel. Dafür fehlen schon jetzt 20 % Land in der konventionellen Landwirtschaft, in der Biolandwirtschaft sogar 60 %.

Kaum noch möglich, an Land ranzukommen, ohne massiv an Grasland bzw. Biodiversität zu verlieren. Die Erträge sind schon jetzt weltweit nicht mehr zu toppen.

Feed no Food: ein Forschungsauftrag der F.A.O. kommt zu diesem Ergebnis: - Kein Nahrungsmittel den Tieren füttern - ausschließlich Gras (Weide, Heu, Silo) und Abfallprodukte (Schweine z.B.: Rüben, Kartoffelschalen) - kein Getreide, kein Soja und kein Mais!

50 % Feed no Food wären nötig für eine konventionelle Welternährung - bei einer Biowelternährung 100 % Feed no Food mit 50 % Abfallreduktion.

Carmen Heyar

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