Eng 140 Projete goufen am Kader vun der Kulturhaaptstad Esch2022 zeréckbehalen.

Esch2022 Jugendprogramm / Rep. Christiane Kremer

"Are you ready to remix?" Déi Fro steet am Mëttelpunkt vum Programm vun Esch2022. Am Februar soll d'Kulturjoer 2022 mat sengem ganze Programm lancéiert ginn. Eng 140 Projete goufen zeréckbehalen, déi an de Partnergemengen am Süden an och verschiddenen Acteuren iwwer d'Grenz eraus solle lancéiert ginn. Besonnesch ugesprach gëtt awer och de jonke Publikum.

Esch 2022 ass mat Volldamp um Rullen, sot d'artistesch Direktesch vun 2022 Françoise Poos. Och d'Kontrakter mat de verschiddene Projeten dierften an nächster Zäit ënnerschriwwe ginn. Fir de Februar prett ze sinn, gëtt awer nach eng Erausfuerderung, well d'Pandemie kascht nach ëmmer Zäit, Energie a Flexibilitéit.

Doriwwer eraus ass den Ament d'Begeeschterung, fir ze schaffen a virunzekommen, grouss, op d'mannst fir jiddereen eng Perspektiv, fir nees an en aktiven a kreative Prozess zeréckzekommen.

Méi wéi d'Hallschent vun de Projeten, déi fir 2022 virgesi sinn, hunn och e pedagogeschen Aspekt. Kanner a Jonker sollen iwwer e participativen an interaktive Wee en direkte Kontakt mat der Konscht, der Kultur an hirem Ëmfeld kréien, sou d'Delphine Harmant, Project Manager fir de jonke Publikum vun Esch 2022.

Et gëtt och enk mat dem Educatiounsministère an dem Script zesummegeschafft.

Schreiwes

Esch2022 gibt Einblick in das Programm für Kinder und Jugendliche

Zahlreiche Projekte im Gesamtprogramm sollen ihr Interesse für die Heimat stärken

Esch2022 umfasst rund 140 Projekte; etwa die Hälfte davon haben eine besondere Dimension für Kinder oder Jugendliche bzw. bieten auch dieser Altersgruppe viel Spannendes zum Entdecken. Bei einem Pressefrühstück in der Schungfabrik in der Gemeinde Kayl-Tetingen haben das Esch2022-Team und Projektpartner einige dieser Projekte gemeinsam vorgestellt.

„Wir möchten mit unserem Programm das Interesse der Kinder und Jugendlichen für ihre Heimat stärken. Je früher und öfter Kinder mit Kultur in Berührung kommen - gemeinsam mit ihren Familien, mit Freunden, in Gruppen - desto besser. In der Rolle als Beobachter, als Teilnehmer und sogar als Gastgeber.", sagt Delphine Harmant, Project Manager - Programme for the young public bei Esch2022. „Wir sehen Kinder und Jugendliche nicht als isolierte Zielgruppe, sondern integriert in andere. Kultur verbindet die Generationen." Drei Projektpartner stellten beim Pressefrühstück ihre Projekte persönlich vor, drei weitere Projekte wurden in Form eines Videointerviews präsentiert. Jedes der Projekte bietet Schülerinnen und Schülern entweder die Gelegenheit, Geschichte(n) der Esch2022-Region auf eine neue Weise kennenzulernen oder auch Projekte selbst mitzugestalten und dies zum Teil grenzüberschreitend. Eine aktive Partizipation erlaubt den Kindern und Jugendlichen in Luxemburg und Frankreich, sich nicht nur kreativ oder künstlerisch zu betätigen, sondern auch Gleichaltrige in anderen Gemeinden respektiv im Nachbarland kennenzulernen und somit untereinander Netzwerke zu bilden.

Zusammenarbeit u.a. mit Bildungsministerium, Schulen und Theatern

Die Schungfabrik ist nicht nur Ort des Pressefrühstücks vom 29. April, hier wird auch ein Teil des Projektes Den neie Mineur präsentiert werden: Die Esch2022-Projektpartner entwickeln gemeinsam mit dem SCRIPT des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend und dem Zentrum für politische Bildung eine „Graphic Novel", einen „Comicroman" über das Leben von Jean Schortgen, mit der sie die Jugendlichen mehr für die Geschichte ihrer Heimat begeistern möchten. Neben dem Leben des Bergwerksarbeiters und späteren Abgeordneten in Luxemburg soll die Bedeutung der Geschichte für Gegenwart und Zukunft dargestellt werden. Zukünftig soll die „Graphic Novel" neben dem klassischen Geschichts- oder Gemeinschaftskunde-Buch einen Platz in den Klassenzimmern bekommen.

Das Théâtre national de Strasbourg (TNS) bringt sich mit dem Projekt Esch2022 | Un territoire de théâtre pour demain | ein, das sich an junge Menschen richtet und auf das gesamte grenzüberschreitende Gebiet ausstrahlen soll. Das TNS-Projekt besteht aus zwei Teilen: Mix Up und Troupe Avenir Transfrontalière. Durch die Kunst des Theaters will das Projekt "auf Inklusion und sozialen und kulturellen Zusammenhalt hinarbeiten, mit besonderem Augenmerk auf junge Menschen, die im Zentrum von allem stehen, was mit der Zukunft zu tun hat", so Stanislas Nordey, Direktor des TNS. Der Teil Mix Up schlägt 120 Schülern aus 4 weiterführenden Schulen vor, in Tandems gemeinsam eine theatralische Reise anzutreten. Die Schüler entdecken diese „reisende" Theaterform in ihrer Schule und nehmen dann an einem theatralen Übungskurs mit den Schauspielern der Show teil. Die Troupe Avenir Transfrontalièrebietet 20 jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die keine Theatererfahrung haben, die Möglichkeit, an der Entstehung einer Show mitzuwirken. Vier Monate lang werden die Jugendlichen von zwei Künstlern zu gemeinsamen Proben begleitet, die an verschiedenen Orten in der Umgebung stattfinden, bis zur Aufführung in der Arche, Pôle culturel de Micheville.

Zahlreiche grenzüberschreitenden Projekte

Im Rahmen des Projektes Déi Well danzen am Bësch, das sich an Grundschüler richtet, wird ein Waldstück am 9. und 10. Juli 2022 zu einem Ort der Fantasien und Artistik sowie zur Bühne. Für diese Inszenierung sind Grundschüler aus Petingen, Differdingen und ggf. anderer Gemeinden Teil der Regie für diese Zirkusaufführung im Wald. Die Vorbereitungen hierfür beginnen jedoch im Klassenzimmer. Ihre Gedanken und Ideen der Kinder finden sich in der abschließenden Inszenierung wieder. Sie berücksichtigt möglichst viele Kulturen und Familien der Kinder, von denen einige auch an der Aufführung zusammen mit Artisten teilnehmen werden.

Auch die drei per Videointerview präsentierten Projekte fördern den grenzüberschreitenden Austausch. So Marionnettes sauvages, ein internationales Puppentheater-Festival im September 2021, das nicht nur die Initiatoren, die Poppespënnchen a.s.b.l., als eine interessante Möglichkeit sehen, um andere Länder und deren Kultur kennen zu lernen. Oftmals werden diese Stücke ohne Text aufgeführt und das hilft, Sprachbarrieren zu überwinden. Während des Festivals werden mehrere Produktionen unter der Headline „From Orpheus to La Sauvage – European legends from past to present" gezeigt. Die Formate zum Thema „Orpheus" werden mit professionellen Künstlergruppen aus ganz Europa, so zum Beispiel Kaunas, umgesetzt. Puppentheater-Produktionen rund um die Legende zur „wilden Frau", „La Sauvage – European legends of nature", sollen mit lokalen Künstlern, Jugendgruppen, Schulklassen sowie Gruppen aus anderen Institutionen entstehen. Die Vorarbeiten laufen bereits.

Minett-Geschichte neu erzählt

Das Projekt „E roude Fuedem duerch de roude Buedem" der MASKéNADA a.s.b.l. bringt gleich sechs der luxemburgischen Pro-Sud-Gemeinden zusammen. Sechs alte Geschichten und Legenden aus dem Süden Luxemburgs sollen mit Blick auf die weiblichen Charaktere neu erzählt werden und in ebenso vielen verschiedenen Shows in den teilnehmenden Gemeinden zu sehen sein. So entsteht in Esch-Alzette, Bettemburg, Sassenheim, Düdelingen, Monnerich und Differdingen/Lasauvage über die Monate hinweg ein neuer "Legendenpfad", bestehend aus unterschiedlichen Parcours, auf dem kleine und große Entdecker Geschichte(n) erleben können – auch über 2022 hinaus. Der erste Parcours ist mehrsprachig und findet in Esch-Alzette im April 2022 statt. Er wird mit QR-Codes versehen sein und spannend für die ganze Familie. Einige Parcours werden zudem zur kulturellen Bespielung des Minett-Trails genutzt werden. Im Jahr 2023 sollen diese Geschichten auch als Hörbuch, „Lauschterrees", erscheinen.

Das Projekt Rëm.xx der Gemeinde Rümelingen umfasst drei Handlungsfelder: Kulturerbe, Kunst und Menschen. Es ist auf die Zukunft ausgerichtet, während es seine Vergangenheit aufwertet. Die Eröffnung des ersten Teils der Anlage, die das Wohnhaus des luxemburgischen Bildhauers und Restaurators Albert Hames einschließt, ist für Herbst 2022 geplant. Für Kinder wird es dort spezielle Medien-Workshops geben. Um auf heutige Herausforderungen im Bildungssektor (digitale Disparität, beschleunigte Entwicklung von Berufen, digitale Inklusion) zu reagieren, umfasst das Angebot für junge Menschen und Schulpublikum beispielsweise Workshops mit digitalen Bausätzen wie „Arduino", mit dem man interaktive, elektronische Objekte anhand elektronischer Karten erstellen kann; oder sieht die Arbeit mit „Makey Makey" vor, einem Bausatz, um Alltagsobjekte wie eine Banane, eine Blume, sich selbst u.v.m. mit Computerschlüsseln zu verbinden; auch „Ozobots" sollen zum Einsatz kommen, das sind kleine programmierbare Roboter.

Neben der Modernisierung und des Ausbaus des „Musée national des mines de fer luxembourgeoises" soll in dessen unmittelbarer Nähe so ein innovatives Projekt mit einem Mehrwert für alle Generationen entstehen.