De Roman "Das Gangrän" vum Maxime Weber kritt den 8. Prix Arts et Lettres vum Institut grand-ducal / Section des Arts et des Lettres.

De Maxime Weber krut fir säin 1. Roman dëse Literaturpräis fir "ee méischichtegt Narrativ, an deem Engagement, Zivilcourage, Famill, Frëndschaft a Solidaritéit an engem Mikrokosmos wéi en alternative Gesellschafts-Entworf ausgestallt ginn".

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Hei dat offiziellt Schreiwes:

Das Institut grand-ducal / Section des Arts et des Lettres vergibt 2023 zum 8. Mal den Prix Arts et Lettres. Der diesjährige Preis ist der Literatur vorbehalten und geht an Maxime Weber für den Roman Das Gangrän (Kremart Edition 2021).

Die Begründung der Jury lautet:

Das Gangrän, der 2021 erschienene Debütroman von Maxime Weber, entwirft die Situation einer globalen Bedrohung der Menschheit durch eine unerklärliche, sich unkontrolliert ausbreitende, alles Leben auslöschende Substanz, die als blau schimmerndes Geschwür beschrieben wird. Aus der Perspektive einer nach dem Studium nach Luxemburg zurückgekehrten Protagonistin wird eruiert, welche Formen gesellschaftlicher Organisation und welche Verhaltensweisen sich aus dieser Ausnahmesituation für den Einzelnen im Hinblick auf die unmittelbare Umwelt ergeben.

Indem der 1993 geborene Autor sich in das Genre der speculative fiction, der politischen dystopischen Literatur und des Genres der Katastrophenfilme einschreibt, begreift er seinen Roman als Denkmöglichkeit und Versuchsanordnung, um die Auswirkungen globaler Vernetzungen in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Politik erfahrbar zu machen. Der Autor verwebt aktuelle Diskurse rundum die Klimaveränderungen, die Mediatisierung von Welt durch soziale Medien, die Internationalität von Konflikten, Rassismus, Macht sowie Religions- und Kapitalismuskritik zu einem vielschichtigen Narrativ, der am Ende Engagement, Zivilcourage, Familie, Freundschaft und Solidarität in einem Mikrokosmos als alternativen Gesellschaftsentwurf ausstellt. Das fiktionale Dorf Pardange im Westen Luxemburgs wird als Gegenmodell ebenso zu neoliberalen wie zu autokratischen Kontrollsystemen beschrieben.

Das Gangrän reflektiert das Verhältnis von individuellen Handlungsmöglichkeiten und gesellschaftspolitischen Reflexionen auf einer Metaebene durch die in die Handlung eingeflochtene Schilderung von der Entstehung eines Films sowie durch die Evokation von Klarträumen.

Zum Autor

https://www.autorenlexikon.lu/page/author/966/9664/DEU/index.html

Zum Verlag

https://kremart.lu/

De Maxime Weber am Interview iwwer säi Roman (Podcast Lecture vun heiheem vum 19.12.2021)

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