Das Behandlungsangebot für Diabetiker verbessert sich in Bezug auf Effizienz und Komfort.


1998 waren weltweit 143 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Und 2025 werden es 300 Millionen sein, wenn man den Prognosen Glauben schenkt. Glücklicherweise erweitert sich der Bestand an Therapiemöglichkeiten.

Wovon sprechen wir?


Diabetes:

    • ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels

    • ist eine schwere Erkrankung. Wenn sie nicht behandelt wird, kann sie zu Komplikationen führen, z. B. zu Herzkrankheiten, Blindheit, Impotenz, Amputationen, aber auch zum Tod des Patienten

    • ist gekennzeichnet durch einen Zuckerüberschuss im Blut, der entweder durch Insulinmangel (bei einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse) oder durch die Resistenz gegenüber dem gebildeten Insulin (in der Regel bei Vorhandensein von Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Adipositas, vorgerücktes Alter usw.) verursacht wird

    • ist eine chronische Krankheit, die ein Leben lang besteht

 Es gibt verschiedene Arten von Diabetes:

    • Typ-1-Diabetes (5 – 10 % der Fälle): Der Körper produziert überhaupt kein Insulin mehr

    • Typ-2-Diabetes (+/- 80 % der Fälle): Tritt häufig in vorgerückterem Alter auf, wenn Risikofaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel vorhanden sind. Der Körper produziert Insulin, kann es aber nicht mehr richtig verwerten (Insulinresistenz)

    • Daneben gibt es weitere Diabetes-Arten, die seltener vorkommen: Sekundärer Diabetes, MODY, LADA usw

Wer ist betroffen?


Bei allen Diabetes-Formen steigt die Häufigkeit der Fälle in der Bevölkerung ab 45 Jahren rasch an und erreicht zwischen 55 und 75 Jahren ihren Höchststand. Unter Berücksichtigung der Alterung der Bevölkerung aber auch angesichts unserer Lebensweise lässt sich eine deutliche Zunahme der Anzahl an alten Menschen mit Diabetes vorhersagen.

Welche Neuheiten gibt es?


Die Diabetes-Medikamente, die zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerwertes unverzichtbar sind, haben sich seit mehreren Jahren deutlich weiterentwickelt. Die neuen Arzneimittel bieten häufig mehr Effizienz und weniger Nebenwirkungen.

Zu den jüngsten Neuheiten in der Therapie gehört Folgendes:

    • Die Entwicklung neuer Antidiabetika, wie z. B. der SGLT-2-Inhibitoren, die den renalen, natriumabhängigen Glukosetransporter SGLT-2 hemmen, oder die Analoga des Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1-Analoga)

    • Besser geeignete Insulinpräparate, deren Wirkung länger anhält oder schneller einsetzt

    • Neue Technologien wie das Hybrid-Closed-Loop-System (eine Insulinpumpe in Kombination mit einem CGM-Gerät) oder die „intelligenten“ vernetzten Pens

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