Das Programm für das Kulturjahr 2022 wurde jetzt in groben Zügen vorgestellt.

Über den finanziellen Rahmen streiten sich die Geister.

Mit seinem Warnruf hat der neue Escher Bürgermeister Georges Mischo sich als „ bon père de famille“ der Gemeinde Esch vor allem zur Finanzlage geäussert !  Das wird Ihm jetzt von verschiedenen Seiten vehement vorgeworfen!

Doch sollte man sich fragen warum, die für die Ausarbeitung Beauftragten , nicht bei Projektbeginn auf den finanziellen Rahmen und die Bedingungen für eine korrekte Buchhaltung von den damals politischen Verantwortlichen hingewiesen wurden.

Wäre von Anfang an ein Finanzexperte oder- wie jetzt eingesetzt- ein begleitendes Gremium zu den finanziellen Aspekten-  mit verantwortlich gewesen, viele unnütze Diskussionen wären uns erspart geblieben.

Kunst ist nicht immer billig , gute Künstler sind nicht immer besonnen im Geld verwalten, und es ist nicht immer der beste kulturelle Koordinator der gut mit dem ihm anvertrauten öffentlichen Geldern umgehen kann!

Eigentlich müsste der Warnschuss Mischos aufrütteln und wissen lassen dass noch ein paar Gemeindeväter versuchen, ihre Gemeinde wie ihren eigenen Haushalt zu führen.

Keiner wird gerne zum Abschluss des Kulturjahres ( dem jeder einen vollen Erfolg gönnt) mit einem starken, millionenhohen Defizit vor die Offentlichkeit treten. Der Politiker der sein Amt ernst nimmt müsste deshalb Mischos Vorgehen begrüssen und nicht verdammen.

Die Oeffentlichkeit lässt sicht nicht mehr verdummen. Verschiedene Aussagen  beweisen aber auch die Unbekümmertheit oder Arroganz derer ( die vielleicht aus politischem Kalkül ) den am Ende „politischen“ Verantwortlichen , nicht verstehen oder verstehen wollen.

Es war an der Zeit dass Klarheit geschaffen wurde.  Das ist gut so. Hoffen wir, dass diese Transparenz weiter bestehen bleibt.

Am Ende zahlt sowieso immer der Bürger. Am liebsten aber so wenig wie möglich!

Dr Paul Nilles