Was viele als schlechten « Aprilscherz » einstuften, ist seit dem 12.09.2018 ein neuer „Wirtschaftszweig“ in Luxemburg. Das Land hat nun offiziell eine Weltraumagentur!!!!!!

Für alle die nichts mit „Science-Fiction“ am Hut haben, hätte eine eventuelle Forschungsmission hinsichtlich neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Rahmen der Uni-Luxemburg vielleicht einen Sinn ergeben.

Doch dem ist nicht so. Die luxemburgische Weltraumagentur (LAS) wurde eigens dafür geschaffen, Unternehmen hier in Luxemburg die Möglichkeit zu bieten, alles dafür vorzubereiten, die wirtschaftlichen Ressourcen die das Weltall bieten könnte, gegebenenfalls voll auszunutzen. Das Ganze dient dazu die Wirtschaft Luxemburgs zu diversifizieren, so ein weiteres Argument.

Es handelt sich im Klartext also um eine neue Wirtschaftssparte; nach der Stahlindustrie, dem Banken- und Versicherungsbusiness, usw., kommt jetzt das große Geschäft mit dem Weltall …!

Mangels zündender Ideen in Sachen Wohnungsnot und Armutsbekämpfung, und frei nach dem Motto „das All ist cool“, zeigt man nun „Innovations- und Pioniergeist“. Allerdings sollte man sich fragen wo hier der gesunde Menschenverstand abgeblieben ist, denn immerhin werden 200 Millionen Euro investiert, um „Space Start-ups“ nach Luxemburg zu locken.

Der Planet Erde ist in absehbarer Zukunft total ausgeschöpft, die natürlichen Ressourcen werden aufgebraucht sein, die Natur ist dermaßen zerstört, dass sie sich nicht mehr selbst regenerieren kann, der Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen ist durch den unaufhaltsamen Klimawandel definitiv in Gefahr. Der Mensch hat sich skrupellos genommen was er wollte, ohne Rücksicht auf Verluste oder auf die nachkommenden Generationen. Der Raubbau an natürlichen Ressourcen wird also gezwungenermaßen irgendwann ein Ende finden.

Und hier kommt dann die LAS ins Spiel, Luxemburg wird startbereit sein, um diesen verantwortungslosen Raubbau ins Weltall verlegen zu können, um dort weiter „business as usual“  zu betreiben. Dass von diesem „business“ wieder auch nur wenige Privilegierte profitieren werden, wenn überhaupt, versteht sich von selbst.

Es bleibt nur zu hoffen, dass E.T. und alle außerirdischen Leidensgenossen sich so schnell wie möglich organisieren, um sich rechtzeitig gegen die neokolonialistischen Machtgelüste Luxemburgs zu wehren!

Christiane Kutten-Serafini