Offener Brief an den Schöffenrat der Stadt Luxemburg und an den Minister für Mobilität und Transport.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Hollericher Interessenveräin ist schockiert über die Nachricht, daß nach Ende der Verhandlungen um die Grundstücke es nun möglich wäre, die Rue des Celtes bei der Bahnstrecke Luxemburg – Dippach – Petingen mit einer Unterführung zu öffnen, das aber nur für Fußgänger und Fahrräder geschehen soll.

Dies weil seit die Durchfahrt nicht mehr möglich ist, der in der Rue des Celtes ansässige Landwirt, der seine meisten Felder jenseits der Bahnlinie hat, mit schwerem Gerät von der Rue de Merl durch den Kreisverkehr, das darauf folgende Autobahnende in die Escher Straße kurvt und dabei jedesmal in Hollerich ein Verkehrschaos verursacht. Er biegt dann erst hinter der Durchfahrt unter der Bahnlinie nach rechts Richtung Zessingen ab, was voraussetzt, daß niemand dort bei der Ampel steht. Steht dort wer, wartet er eben ab, bis keiner mehr da ist, um ums Eck zu kommen – und dahinter staut‘s ganz lustig. Weiter geht dann die Fahrt durch Zessingen, sicher zur Freude aller, die hinterherzuckeln dürfen.

Das kann doch nicht sein, daß die neue Unterführung unter der Bahnlinie bei der Rue des Celtes so gebaut wird, daß diese landwirtschaftlichen Fahrzeuge vom Traktor mit dem Pflug bis zum Mähdrescher da nicht durchkönnen sollen!

Wir ersuchen inständig, dem Bauer diese Durchfahrt zu ermöglichen und die Hollericher und Zessinger zu erlösen, die nun schon lange genug einer Lösung harren. Immerhin ist das unzweifelhaft auch eine Erlösung für diesen Landwirt, dem es keine Freude machen kann, zu einem solchen Umweg gezwungen zu werden, der Zeit und Geld für mehr Sprit und eine höhere Abnutzung kostet.

Wir hoffen keine Fehlbitte getan zu haben und verbleiben mit einem verbindlichen Dank im vorhinein für die Ermöglichung der Durchfahrt für den Bauer in der Rue des Celtes dortselbst!

Im Auftrag des Hollericher Interesseveräins

Dr. Marianne Wahl, Präsidentin

Jean-Marie Jacoby, Sekretär