De Gust Wester schreift an dësem Lieserbréif iwwert Problemer vun enger Buslinn.

In einem offenen Schreiben hat wohl der LSAP-Schöffe der Gemeinde Dippach, die vom Busunternehmen unverschuldeten Zustände auf der Busstrecke 215 von Linger über Bascharage, Schouweiler und Dippach nach Luxemburg beschrieben. Nur hat er vergessen die Ursachen zu erwähnen, die zu solchen Zuständen führen, und  hat auch keine Verbesserungsvorschläge unterbreitet. Wenn unser Schöffe zu Dippach den Bus besteigt, oder aussteigt,  hat der jeweilige Busfahrer seinen Leidensweg zu Bascharage entweder schon hinter sich, oder erst vor sich. Wohl könnte eine grössere Zahl von Bussen, während den Spitzenzeiten dem Gedränge der Fahrgäste in Inneren der Busse abhelfen. Aber es fahren zu den jeweiligen Spitzenzeiten bereits ab Schouweiler 9 Busse pro Stunde nach Luxemburg, wo gewöhnlich 3 wenig besetzte Fahrzeuge pro Stunde diese Buslinie 215 befahren. Wohl wäre dem abgeholfen, wenn zu den Spitzenzeiten noch um 4 weitere Fahrzeuge eingesetzt würden. Nur wird man wohl kaum ein Busunternehmen finden, das bereit wäre sich 4 zusätzliche Busse anzuschaffen, und kaum noch die nötigen Fahrer finden würde. Ferner würden diese Fahrzeuge die übrige Zeit nicht eingesetzt werden können, und am Tage lediglich zu Spitzenzeiten wenige Fahrten von Bascharage nach Luxemburg, an 5 Wochentagen vornehmen können. Dann hätte das Busunternehmen auch noch das Problem, wo diese Fahrzeuge die übrige Zeit stehen könnten. So wie die Strassen von Rodingen, über Petingen, Niederkerschen von einer Autolawine verstopft sind, kann der vorgesehene Fahrplan nie und nimmer, auch nur annähernd eingehalten werden. Neulich berichtete mir ein Fahrgast, dass der Bus von Luxemburg nach Petingen fast genau 2  Stunden benötigt hätte. Das war fast genau die Zeit, in welcher  auch eine Postkutsche die eben erwähnte Strecke bewältigte. Der Dippacher Schöffe müsste nun auf Grund seiner persönlichen Erfahrungen sich bewusst sein, dass unser Land nicht mehr derart ungebremst wachsen kann. Wir denken angeblich doch so europäisch und nicht opportunistisch. Deshalb müsste jeder Betrieb welcher nur durch Grenzgänger am Laufen gehalten werden kann, sich dort niederlassen von wo seine Mitarbeiter kommen. Es kann doch nicht sein, dass Menschen eine Anreise von um die 100 Km haben, um zu ihrer in Luxemburg, aus Steuergründen dort angesiedelten Firma zu gelangen. Andere nehmen um 4 Uhr den Bus, und müssen vorher noch 25 Km fahren um zum Abfahrtsort zu gelangen, damit sie um 6 Uhr ihre Arbeit antreten können. Die Grenzen unseres Wachstums sind bereits überschritten. Aber in ihrem von den Realitäten abgehobenen Denken, pilgert unsere Regierung noch in der ganzen Welt umher, um weitere Firmen ins Ländchen zu locken.