"Leben ist im Grunde nichts anderes als Überlebenskunst!"

Der echte Treibsand ist ein zähflüssiges, wackliges Gemisch aus feinem Sand, Tonerde und Wasser. Er kann allerdings zur Todesfalle werden: Während ein komplettes Einsinken im Treibsand unmöglich ist, kann man heillos stecken bleiben – und in Meeresnähe in der aufkommenden Flut ertrinken. Im August des Jahres 2012 starb so eine 33-jährige Frau an einem Strand in Antigua, Nordamerika. An den Wattenmeeren Europas ereignen sich immer wieder solche Unfälle. Wer alleine unterwegs ist, kann zudem an Durst, Unterkühlung oder Erschöpfung sterben. Wir sind also vor dem Treibsand gewarnt…. Die Diagnose einer schweren, tödlichen  Krankheit kann, so wie es der Schriftsteller Henning Mankell erlebte, an einen Albtraum erinnern, nämlich an den, eben im Treibsand zu versinken, der einen unerbittlich verschlingt. Es gelang ihm im Laufe der ihm verbleibenden Zeit zu lernen,  mit Krankheit und Tod umzugehen ebenfalls, diesen Treibsand hinter sich zu lassen. Angesichts der heuer aktuellen Tabuthemen „Tod und Sterben“, denen wir uns in unserer westlichen Kultur jedenfalls sehr wenig zu stellen belieben, darf man sich trotzdem mit der Angst vor dem Tod, der Furcht vor dem Schmerz und dem Verlust des Lebens beschäftigen. Wenn auch nur in persönlicher Bescheidenheit, versteht sich.

Sachlich betrachtet ist unsere Existenz nichts weiter als eine Tragödie, ein Schachspiel zwischen schwarz und weiß, in dem der Sieger von vornherein feststeht. Ein Leben lang trachten wir danach,   unsere Kenntnisse, unser Wissen und unsere Erfahrungen zu vermehren.  So  jedenfalls der schwedische Schriftsteller in seinem Buch „Treibsand - Was es heißt, ein Mensch zu sein“. Doch letzten Endes wird sich alles im Nichts auflösen. Er respektierte Menschen, die an ein Leben nach dem Tod glauben würden, aber er verstand sie nicht. Ihm kam die Religion wie eine Entschuldigung dafür vor, dass man die Grundbedingungen des Lebens nicht akzeptieren könnte.

Hier und Jetzt! Denn mehr ist es nicht! Darin liegt das Einzigartige unseres Lebens, das Wunderbare!

Loslassen und sich treiben lassen…vom Fluss des Lebens!

Denn das Leben ist…siehe Mankells einführendes Zitat!

Frank Bertemes