Ein Leserbrief an unsere Regierung:

Freiwillig oder mit Befehl,

Sehr geehrte Regierungsmitglieder,

Ich habe bereits mehrere Lobeskommentare zur perfekten Arbeit unserer Regierung, was den Coronavirus betrifft, geschrieben!

Nochmals ein BRAVO für die Monsterarbeit die Sie bis jetzt verrichtet haben, um uns (d.h. die Bürger) gegen das schrecklich resistente BIEST zu beschützen. Ein spezieller Dank geht an unsere Gesundheitsministerin, Frau Paulette Lenert !

Alle getroffenen Maßnahmen sind gut und haben ihre Berechtigung !

Allerdings ihre letzte Maßnahme zur „Meldung aller Reservisten und Freiwilligen aus dem Gesundheitsbereich werden gesucht“ kann ich in der gefassten Art nicht beipflichten und das wegen des im offiziellen Text befindlichen Wortes „ Obligation“. Ich verwende hier das im offiziellen Text gebrauchte französische Wort, um nicht das deutsche Wort „Meldepflicht“ (Befehl) zu verwenden! Ich habe nämlich den zweiten , und meine Eltern sogar die beiden letzten Weltkriege miterlebt, so dass mir Wörter wie Meldepflicht sauer „aufstoßen“ (Obligation de s’inscrire….).

Hätte man den offiziellen Text nicht etwas gediegener und nüancierter formulieren können? Warum in dieser Lage so streng ? Meiner Meinung nach hätten sich auch ohne Befehl viele „FREIWILLIGE“ gemeldet; ohne Sie zu bruskieren!?

Mit dem Ausdruck „Meldepflicht“ (obligation) haben Sie viele Familien, insbesondere solche mit Risikopersonen, in zusätzliche  Angst und Unruhe versetzt ! Zur Erklärung nur ein reelles Beispiel ,das zeigen soll, dass es für viele Betroffene nicht einfach ist, sich , trotz aller Solidarität, in eine solche Liste einzutragen: Eine Frau hat ihren Beruf aufgegeben , um ihren über 80-jährigen Eltern in der Krise beizustehen, dabei ist ihr Mann als Arzt in vollem Einsatz im Gesundheitswesen (auch Corona). Angenommen die Frau würde zurückgerufen und würde sich mit dem Virus infizieren!? Dann müsste, „diejenige Maßnahme, dass die Kinder den Eltern aus der Risikogruppe beistehen sollten“ gestrichen werden!? Wer geht dann für die „ vülnerablen“ Eltern einkaufen, in den Supermarkt, die Medikamente aus der Apotheke usw.usw.?

Das ist nur ein Beispiel von Vielen, was haben wir dann geschafft ? Die Anzahl der Infizierten steigt und viele zu den Risikogruppen gehörenden Großeltern werden panikieren indem man ihnen ihre engsten Vertrauten wegnimmt. Ja, über die so viel mitleidvoll geredeten Älteren, so schützt man sie jedenfalls nicht!

Mit den besten Grüßen

Georges Schmit