„Keime existieren sowohl innerhalb als auch außerhalb unserer Körper. Nur wenn es zu einem Ungleichgewicht im Organismus kommt, können Infektionen und Krankheiten entstehen.“
-- Professor Dr. Dr. med. Antoine Béchamp

„Könnte ich mein Leben noch einmal leben, würde ich mich dem Beweis widmen, dass Keime nur krankes Gewebe als ihr natürliches Umfeld aufsuchen, anstatt es zu verursachen. Vergleichbar mit Moskitos, die stehende Gewässer aufsuchen, Wasser aber nicht in solche verwandeln.“
-- Dr. Rudolf Virchow

Die Zeiten sind ernst. Das weiß wohl jeder. Wir wissen allerdings alle ziemlich wenig, was wirklich passiert. Besonders gilt jedoch die Frage: Weshalb? Cui bono? Wem zum Vorteil? Wie immer ….Das allerdings könnte man ziemlich schnell beantworten, denn da gibt es durchaus einige, die von diesen Zeiten sehr profitieren – und viele andere, die schlimm unter den Konsequenzen leiden müssen – und noch leiden werden. Doch darüber spricht man von politischer Seite tunlichst sehr wenig und versucht zu beruhigen, zu relativieren. Man sagt uns, welche riesigen Summen die EU locker machen wird – für wen? Trotzdem sind  Zweifel an dem, was uns alles ob dieses Virus` aufgezwungen wird, und das uns alle in Atem hält, durchaus angebracht – auch wenn die heuer angesagte Disziplin der Massen mit Sicherheit kein Fehler ist…man kann ja nicht wissen. Jedoch, nach Bertolt Brecht: „Von den sicheren Dingen das Sicherste ist der Zweifel.“

Was erleben wir, so ganz nebenbei bemerkt, mag sich der bescheidene Beobachter fragen, dem als kritischer Leser besonders ein bekanntes Werk zu einem präzisen Thema, das heuer Programm zu sein scheint, so einfällt – Kontext: Eine Periode der Psychologie der Massen (im französischen Original Psychologie des foules). Der Titel des im Jahre 1895 in Paris erschienenen, bekanntesten Werkes Gustave Le Bons,  der – neben Gabriel Tarde – als einer der Begründer der Massenpsychologie gilt. Massenpsychologie ist seither ein Gebiet der Sozialpsychologie. Nach Wikipedia behandelt diese Massenpsychologie das menschliche Verhalten und Handeln in größeren Menschenansammlungen im Zustand der Ruhe und Besonnenheit, jedoch auch im Zustand der kollektiven Aufregung und Emotionalisierung und stellt wichtige Unterschiede zwischen diesen beiden Aggregatzuständen menschlicher Vielheiten fest. Das zitierte Werk setzt sich sowohl mit den Themenkreisen Konformität, Entfremdung, Gemeinschaftsbildung und Führung auseinander, als auch mit der Masse als empirischer Tatsache. Le Bon vertritt die Auffassung, dass der Einzelne, auch der Angehörige einer Hochkultur, unter bestimmten Umständen in der Masse seine Kritikfähigkeit verliert und sich affektiv, zum Teil primitiv-barbarisch, verhält. In der Masse entsteht eine, alle in ihr integrierten Einzelwesen umfassende „Gemeinschaftsseele“. In dieser Situation ist der Einzelne leichtgläubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung („contagion“). Somit ist die Masse von Seiten der Führungseliten leicht zu lenken, die Le Bon nicht ohne Ironie als „Halbverrückte“ und „wahrhaft Überzeugte“ kennzeichnet; denn nur die selbst Überzeugten sind auch die wirklich Überzeugenden. Diesen Charakteristiken liegt die besondere, später von Sigmund Freud und Max Weber aufgegriffenen These Le Bons zugrunde, dass menschliche Handlungen in Extremsituationen und außeralltäglichen Notsituationen in starkem Maße von unbewussten Impulsen beherrscht werden können.

Le Bon stellt vor allem dar, wie politische Meinungen, Ideologien und Glaubenslehren bei den Massen Eingang- und Verbreitung finden, wie man Massen beeinflussen kann, wie die dazu notwendigen Führerschaften entstehen, welche Eigenschaften einzelne Führungsfiguren haben müssen, um Gehorsam zu erzeugen, wie sie wirken und untergehen – und wo die Grenzen liegen. Immer wieder betont er den geringen Einfluss von Vernunft, Unterricht und Erziehung sowie die Anfälligkeit der Massen für Schlagworte und geschickte Täuschungen: Je dreister die Lüge, die man den Massen suggeriert, desto wahrscheinlicher wird sie geglaubt und massenhaft übernommen.

Was sollen wir glauben?

Was geht vor?

Um was geht es?

Und besonders: Für wen?

Zweifeln darf man immer ….oder nicht?

Frank Bertemes