In Beckerich geht es um mehr als nur um 10 Bäume. Nämlich um den Erhalt unserer demokratischen Prinzipien:

um Achtung von Gesetzen und Bauvorschriften (PAG),
um Verhindern von Willkür,
um das Entgegenwirken von Vetternwirtschaft und Korruption in Form von Erhalten von Gefälligkeiten oder/und finanziellen Vorteilen.

Hier wird schamlos an den Fundamenten unserer Demokratie gerüttelt.

Schon in Differdingen, wurde die Methode der großzügigen „grünen Nachreichpolitik von Genehmigungen" erprobt.
In Hovelingen, sind nun zwei grüne Ministerien, Umwelt und Kultur, verstrickt.

Die Bauherrin der Kita zweifelte wohl nie am Erhalt der Genehmigung seitens des Umweltministeriums. Warum sonst wohl wurden die Bäume gefällt, ohne das „grüne Licht" abzuwarten? Bewusst?
Der Baustopp erfolgte am 25. Juni 2020.
Ministerin Dieschbourg versucht nun die Öffentlichkeit zu beruhigen. Der Baustopp hätte aber schon viel früher erfolgen müssen. Der Zeitraum des Entfernen von Bäumen und Hecken ist gesetzlich geregelt und nur vom 1. November bis zum 1. März erlaubt. Das ist Naturschutz, seit Generationen schon!

Andere Besitzer, schon beim Verkauf ihres Bauplatzes, müssen teuer für ein Umwelt-Gutachten bei einer Firma zahlen. Fest steht, dass die Bauherrin eine kostenlose und ultraschnelle Extrabehandlung genoss.

Davon können weniger wohlhabende Bürger, ohne politische Protektion, nur träumen. Denn nach dem Einreichen ihrer Ökobilanz, beginnt die Warterei auf die ministerielle Antwort. Dann noch das Einhalten des Naturschutzgesetzes! Jegliche Verzögerung eines Projektes kostet Geld.

Oder nur ein Alibi-Baustopp? Warum wurde also so spät reagiert? Der erste Schöffe wohnt in unmittelbarer Nähe der Baustelle. Der Bürgermeister fährt bestimmt öfters dort entlang. Wurden beide Augen zugedrückt?

Hat der Bürgermeister eine Baugenehmigung erteilt ohne die gültige Genehmigung des Umweltministeriums abzuwarten oder zu überprüfen? Jedenfalls verlangt das PAG der Gemeinde eine Genehmigung zum Fällen von hohen Bäumen, wenn ein Bauvorhaben vorliegt. Warum fehlte der genaue Verlauf des Bauperimeters, laut Mike Wagner vom Umweltministerium? Wenn die Gemeindeverantwortlichen den nicht mal kennen, dann verliert der Bürger jegliches Vertrauen in gerechte administrative Entscheidungen.

Oder ist dieser Baustopp nur ein Ablenkungsmanöver?

Der Bürgermeister der Gemeinde Beckerich, auch als begeisterter Denkmalschützer bekannt, vergaß bei der Vergabe der Abrissgenehmigung der angrenzenden Scheune und beim Erteilen der Baugenehmigung des Projektes Kita in Hovelingen, das Bautengesetz (PAG) seiner Gemeinde zu studieren.

Die Immobilie der zukünftigen Kita liegt in einer Bauzone, wo alte Bausubstanz erhalten werden muss und die Denkmalschutzbehörde (SSMN) eingeschaltet werden sollte.
Hat der Bürgermeister dies wissentlich unterlassen?
Auf jeden Fall, arbeitete das grüne Kulturministerium an der, privat gestellten Anfrage (3. Juni 2019) auf Denkmalschutz des Gebäudes in Hovelingen, in exemplarischem Schneckentempo.

In Beckerich ist man besonders auf schiefe Scheunentore spezialisiert. Der Bürgermeister dachte nicht mal an das Schützen der alten Scheune in Hovelingen auf kommunaler Ebene. Als endlich am 20. Mai 2020 , die Denkmalschutzkommission COSIMO tagte, konnte die bereits abgerissene Scheune natürlich nicht mehr geschützt werden. Zeitraum : fast ein Jahr!
Wusste der Bürgermeister schon Bescheid oder beeinflusste er sogar den Bericht der COSIMO, als er die Abrissgenehmigung der Scheune, am 13. Dezember 2019, erteilte? Oder wurde der Bericht der COSIMO an die bürgermeisterlichen Willkür angepasst?
Einer prominenten Bauherrin werden schließlich keine Steine in den Weg gelegt.

Beim gemeinen Volk, lässt man schon gerne die kommunalen Muskeln spielen. im Sommer 2018, innerhalb von nur einem Monat, bewirkte der Bürgermeister die Abstimmung der COSIMO über ein baufälliges Gebäude in der Gemeinde, in Noerdingen. Pikanterweise, in der zone d'habitation 1, wo laut PAG, diese Maßnahme nicht erforderlich ist.
Aber hier wurde die Scheune als besonders schützenswert eingestuft.
Durch die Einflussnahme des Bürgermeisters beflügelt, schaltete die Denkmalschutzbehörde auf Turbo-Modus. Nach einem Monat, lag ein stümperhafter Bericht vor. Nach drei Monaten gab der Beckericher Gemeinderat seine Zustimmung und Januar 2019, ein Monat später, besiegelte Kulturministerin Tanson das Schützen.

Das grüne Muster von zweierlei Maß hat sich in Hovelingen wiederum bewährt!
Politisch klug eingefädelt für Politschützlinge!
Die ziehen ihr Bauvorhaben einfach durch. Wird die Öffentlichkeit aufmerksam, werden die fälligen Genehmigungen problemlos, auch mal rückwirkend, nachgereicht.
Nur der ehrliche Bürger fragt zuerst eine Genehmigung, zahlt für ein Gutachten, berücksichtigt die Fristen und wartet und wartet ..., monate-, jahrelang. Im schlimmsten Fall, darf er dann sein Recht vor Gericht einklagen.

Die Bauherrin Barbara verdient schnell ihr Geld, Dank grüner Unterstützung,
Die Bauherrin Brigitte verliert noch immer ihr Geld, Dank grüner Willkür.

Brigitte Bertrang, Heisdorf