„In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.“ Demokrit

Einführend zu diesem Beitrag ein kleiner Text, der so einiges aussagt: Im Fach Sozialwissenschaften hielt der Professor ein schwarzes Buch hoch und sagte: „Dieses Buch ist rot!“

Die ganze Klasse protestierte einstimmig und rief: „Nein!“

Der Professor seinerseits beharrte darauf und sagte: „Doch, ist es!“ Und die Studenten wiederholten: „Das ist nicht richtig!“

Er drehte das Buch um – und die Rückseite war… rot ! Der Professor blickte in die beschämten Gesichter und meinte: „Sage niemals jemandem, er liege falsch, solange du die Dinge nicht aus seiner Perspektive gesehen hast!“

Fazit: Je mehr Sichtweisen wir von einer Sache haben, umso leichter können wir uns der Wahrheit nähern.

Die Massenmedien vermitteln nur eine Seite, und verschiedene noch dazu manipulativ.

Und damit zum eigentlichen Thema dieses Beitrages: der Wahrheit und der Manipulation der Massen. Wobei man natürlich wieder einmal nicht am Reizthema „C-Virus“, der die Massen seit ein paar Monaten in Atem hält, vorbeikommt, eine „Pandemie“, die immer wieder zu heftigen und kontroversen Debatten Anlass gibt: Werden wir etwa manipuliert? Sagt man uns die Wahrheit? Handelt man etwa nach dem Prinzip: Bleib bei der Wahrheit, aber sag‘ nicht alles, was Du weißt? Oder ist alles ein Lügenkonstrukt mit Kalkül? Ist die Wahrheit nicht unbedingt das, was wahr ist, sondern das, was geglaubt werden soll? Sehr einfache Antwort: Wir wissen es nicht!

Wir alle sind dem ausgesetzt, was man uns (zumindest offiziell) so sagt! Egal wie und ohne an dieser Stelle irgendeine Theorie im Kontext dieses ominösen Virus‘ von sich zu geben oder gar zu unterstützen: die Gefahr der Manipulation, absichtlich oder nicht, besteht durchaus -  ja das sogar im Kontext des Gesundheitsschutzes und des Vorsorgeprinzips, das man durchaus verteidigen kann! Der Zweck heiligt die Mittel? Es gibt absolut jene, die von der ganzen Misere, die uns dieses Virus weltweit gebracht hat, sehr wohl profitieren. Cui bono? Wem zum Vorteil? Die ewige Frage, die sich bei allen verdächtigen Aktionen immer aufdrängt. Ferner ist es ein Fakt, dass so manche Ablenkung mittels dieses Virus‘ den Regierungen dieser Welt in diversen delikaten Reizthemen, heiklen Dossiers, unangenehmen Polittopics diverser Natur, wie beispielsweise CETA, genutzt hat. CETA –  das Handels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Kanada, das »Comprehensive Economic and Trade Agreement«. das übrigens nicht umsonst als ein Wunschkonzert für Wirtschaftslobbyisten kritisiert wird – und unsere insgesamt gesehen durchaus „liberale“ Regierung in ihrer Gesamtheit dazu bewegte, dieses sehr gezielt in bitteren Zeiten im Parlament durchzuboxen! Wahrheit, Offenheit, Transparenz sieht allerdings sehr viel anders aus! Zur weiteren Information: CETA ist ein Abkommen „neuen Typs“, das wesentlich tiefer als bisherige Handelsverträge in Gesetzgebungsprozesse eingreift und demokratische Gestaltungsräume einschränkt. Es zementiert die Dominanz von Wirtschaftsinteressen gegenüber sozialer Gerechtigkeit, Klimaschutz und Gemeinwohl – doch das alles interessiert die weiterhin und alternativlos neoliberal orientierte EU mitnichten! Ein Europa der Bürger?  Ein Witz! Ist das etwa die Wahrheit, die man uns im Kontext  CETA gesagt hat? Ist das die uns allen in vollmundigen Sprüchen versprochene „Transparenz“? Was soll das bitte?

Im Sinne der Wahrheit dann, der reellen, kommt man am Reizthema Google, Amazon und den anderen Netzgiganten jedenfalls nicht vorbei, die als weitere Profiteure der Umstände bezeichnet werden dürfen. Diese schwierigen Zeiten des (dekretierten) „social distancing“ mit weitreichenden Konsequenzen, auch im rein menschlichen Sinne betrachtet, hat dem Netz, dem Internet also, zur absoluten Glanzzeit verholfen: Beispiel E-Commerce. Vor allem während der Schließung vieler stationärer Einzelhandelsgeschäfte konnte der E-Commerce von einem Anstieg der Online-Konsumausgaben profitieren und dürfte 2020 ein Umsatzwachstum erzielen -  was wenig verwundern dürfte. Dann natürlich die Pharmaindustrie und die Apotheken. Obwohl bisher weder eine spezielle Therapie noch ein Impfstoff gegen das „Coronavirus“ existiert, dürfte es im aktuellen Jahr zu einer erhöhten Nachfrage nach Medikamenten gekommen sein. Angst und Panik sind eben „hilfreich“! Dies betrifft vor allem Medikamente, die der Behandlung von Begleitinfektionen dienen, sowie Mittel zur Stärkung des Immunsystems. Und wenn wir schon mal beim Reizthema „Wahrheit“ sind: Eine Branche, die zumindest kurzfristig profitieren dürfte, sind Korrespondenz- und Nachrichtenbüros. Die äußerst „dynamische“ Entwicklung der Virusausbreitung und der staatlichen Gegenmaßnahmen – womit wir unweigerlich mal wieder bei der Massenmanipulation gelandet wären – lässt die Nachfrage nach aktuellen Informationen ansteigen. Dazu natürlich kein weiterer rein inhaltlicher persönlicher Kommentar!  Im weiteren Jahresverlauf, so wird uns von Kritikern gesagt, werden die anhaltende Unsicherheit sowie die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie voraussichtlich für eine weiterhin hohe Nachfrage nach Wirtschaftsnachrichten sorgen. Die Branche profitiert dabei besonders von der vermehrten Nutzung digitaler Presseerzeugnisse.

Wahrheit? Was ist – noch und nöcher gefragt – bitte die Wahrheit in diesen für uns alle sehr bitteren Zeiten?

Diejenigen, die in diesen bescheidenen Zeilen eines kritischen Beobachters visiert sind, interessiert die Wahrheit, realpolitisch betrachtet, nicht! Denn wenn es ernst wird….

Egal wie, wie sagte bereits Georg-Christoph Lichtenberg: „Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.“

 

Oder?

Frank Bertemes