Premierminister Xavier Bettel, sowie auch Finanzminister Pierre Gramegna sprechen immer wieder von sozialer Gerechtigkeit, obwohl der Abgeordnete Paul Galles ihnen vorwirft, das Problem überhaupt nicht erkannt zu haben.

Zurecht muss ich sagen! Und bei mir selbst spielen keine parteipolitischen Überlegungen, sondern nur das, was ich erkenne:

Alleinerziehende Mütter und Väter werden immer ärmer!

Mittlerweile haben bis zu 58.7% der Alleinerzieher(innen) finanzielle Schwierigkeiten!Trotzdem beharrt der Staat auf deren doppelten Steuerlast.

Mir stockt der Atem. Nein nicht wegen Corona. Und es sind auch nicht die Alleinerzieher(innen), die Bettel bedrohen! Alleinerzieher(innen) haben nicht mal mehr die Kraft, sich zu wehren. Abgezockt, moralisch und finanziell kaputt gemacht, von der Regierung verspottet!

„Wir haben die gerechteste Steuerreform seit Jahren gemacht“, brüstet sich Gramegna, obwohl in allen Ecken Steuererleichterungen für Alleinerziehende gefordert werden, sei es durch Einlösen der Wahlversprechen, sei es durch gezielte Reformen des Steuergesetzes, und das nicht nur von Seiten der Opposition oder der Hilfsorganisationen. Auch in den eigenen Reihen und Partnerparteien wird der Unmut breiter.

Doch der Haushalt 2022 steht. Jetzt können nur noch Änderungsanträge versuchen ein definitives Zuziehen der Schlinge um den Hals der alleinerziehenden Mütter und Väter zu verhindern.

Wenn dann die Abgeordneten auch Ihre Aussagen in die Tat umsetzen.

Mit erhobenem Finger warne ich! Es ist nicht Bettel und auch nicht sein Finanzminister, der uns Erleichterungen verweigert, sondern das gewählte Volk bestimmt die Zukunft. Jeder durch seine eigene Stimme. Mit seinem eigenen Mut. Mit seiner Liebe zur Wahrheit und Gerechtigkeit. Parteizwang hat hier kein Platz! Es geht um Familien. Es geht um unsere Kinder!

Heuschling Jean

Alleinerzieher