Nach den jüngsten Berichterstattungen der Antivaxdemos habe ich mich ernsthaft gefragt, was ich persönlich darüber denke..

Seit geraumer Zeit verfolge ich die Berichterstattungen und deren Kommentare in Form von Postings in den sozialen Medien. Wobei ich immer mehr geschockt bin über den Ton und die Wortwahl der Kommentatoren. Dabei hoffe ich doch inständig, dass diese im reellen Leben doch wohl anders mit ihren Mitmenschen kommunizieren. Es spielt auch keine Rolle, welchem Meinungslager der Schreiberling angehört-es wird gepöbelt, provoziert, heruntergemacht und offen angegriffen. Diese Problematik ist in unserer digitalen Welt längst bekannt und hat bereits Einzug gehalten in diverse Lehrstühle, wo eifrig über diese „Verrohung“ geforscht wird.

Was ich mich allerdings frage ist, ob diese Menschen sich ihrer geschriebenen Worte bewusst sind in einer Welt, in der das Internet nichts vergisst? Muss man wirklich mit aller Gewalt seine Meinung kundtun und durchsetzen? Wie ist es mit dem Sprichwort „Gedanken sind zollfrei“?

Wen interessiert wirklich, was wir genau über ein bestimmtes Thema denken?

Unsere aktuellen oder zukünftigen Arbeitgeber jedoch freuen sich jedenfalls über so viel Offenbarung, nicht??

Übrigens ist es nicht relevant, was ich über die Demos denke….aber ein bisschen mehr Gelassenheit und Abwägung der Wortwahl meiner Mitmenschen würden mir sehr gut gefallen, ansonsten könnte man überlegen eine Petition auf den Weg zu bringen in der gefordert wird, ein neues Schulfach einzuführen unter dem Motto „Wie stehe ich respektvoll für meine Meinung ein“.

Carole Lexis-Weis