Das Phänomen der Expats, das die klassischen Migrationsformen überlagert, wenn nicht sogar verdrängt, verändert Luxemburg tiefgreifend.

Schulwesen, Wohnungsmarkt, Kultur- und Freizeiteinrichtungen passen ihre Angebote den Bedürfnissen der hochqualifizierten Neuankömmlinge an, die ihren Lebensmittelpunkt oft nur kurzzeitig nach Luxemburg verlagern, die die Wirtschaft aber dringend benötigt. Die Präsenz der überwiegend englischsprachigen Kosmopoliten hat die luxemburgische Gesellschaft in den letzten 15 Jahren nachhaltig geprägt. Welche Formen des Zusammenlebens sich daraus in Zukunft ergeben, wird sich noch zeigen. Im Dossier dieses Heftes finden Sie einen Einstieg in diese internationale Welt, die die klassischen Vorstellungen Luxemburgs von einer portugiesisch-italienischen Einwanderungsgesellschaft allmählich ablöst. Mehrere Leseproben und die Liste der Autoren finden Sie hier.
Außerhalb des Dossiers stellen Raymond Weber und Jürgen Stoldt eine Auswahl aktueller Literatur vor zur Frage, wie liberale Demokratien der populistischen Herausforderung aus Desinformation, Manipulation und Verunsicherung begegnen können. Céline Flammang erläutert, welche Rolle dabei den Medien in Zeiten von „Deepfakes“ zukommt. Mit welchen Techniken man auf unangenehme Fragen reagieren und Leser und Zuhörer verwirren kann, analysieren wir am konkreten Beispiel eines 100komma7-Interviews mit dem neuen CSV-Präsidenten Frank Engel.

Das Cover ist von Joana Giesen.

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Schönheit liegt im Auge des Betrachters; dieser Binsenweisheit ringt der iranisch-schwedische Regisseur und Drehbuchautor Ali Abbasi (Shelley, 2016) in seinem gleichermaßen originellen wie (im wahrsten Sinne) wilden Fantasydrama Gräns  (engl. Border ) einige neue, erschreckende Facetten ab – und wirbelt zugleich bestehende Genre- und Geschlechterkonventionen gehörig durcheinander.

Lesen Sie hier und im aktuellen Heft die Kritik von Yves Steichen.

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