Sou steet et an engem oppene Bréif vun der Plattform Meng Landwirtschaft un de Landwirtschaftsminister Romain Schneider.

Mir bedaueren et, dass vu Säite vum Ministère Acteuren aus der Zivilgesellschaft, déi sech zanter Joren intensiv mat der Landwirtschaft an der Ernierungskultur auserneesetzen, ignoréiert ginn.

Zwar géif een et begréissen, dass am Koalitiouns-Accord de Wëllen ausgedréckt gouf, bis d’Joer 2025, op d’mannst 20% vun der Agrarfläch fir Bio-Landwirtschaft bereet ze stellen, ma fir dat ze erreechen dierft awer keng Zäit verluer goen.

Zanter enger Reunioun Ufank Mäerz wiere mëttlerweil 3 Méint vergaangen, ouni Kontakt vu Säiten vum Ministère, wat kengem participative Prozess, dee jo gewënscht war, géif entspriechen.

Meng Landwirtschaft hat dee Prozess op alle Fall esou gedeit, dass ee schonn an der Formuléierungsphas kéint matschaffen, an net herno just e fäerdegt Dokument dierft ergänzen.

Et erwaart ee sech dohier, dass ee sou séier wéi méiglech iwwert de Stand vum Bio-Aktiounsplang informéiert gëtt.

Oppene Bréif vun der Plattform "Meng Landwirtschaft"

Betreff: Aktionsplan Biologische Landwirtschaft

Sehr geehrter Herr Minister Schneider,

Die Plattform Meng Landwirtschaft begrüßt das im Koalitionsabkommen gesetzte Ziel „mindestens 20 Prozent“ der landwirtschaftlichen Nutzfläche für Biologische Landwirtschaft bis zum Jahre 2025 bereitzustellen. Wir sind jedoch der Ansicht, dass für die Umsetzung dieses ehrgeizigen Zieles keine Zeit zu verlieren ist.

Deshalb wenden wir uns an Sie, um uns über den aktuellen Stand bei der Entwicklung des Aktionsplans Biologische Landwirtschaft zu informieren. Bei unserem Treffen am 5. März haben Sie uns mitgeteilt, dass dieser vor den Sommerferien fertig gestellt sein soll und wir als Meng Landwirtschaft bei dessen Ausarbeitung unsere Expertise einbringen können. Seitdem sind über 3 Monate vergangen und wertvolle Zeit für alle betroffenen Akteure verstrichen.

Wir wissen natürlich, dass Ihre Mitarbeiter an dem Aktionsplan arbeiten, doch entspricht dies nicht einem partizipativen Prozess, der ja gewünscht war und wie wir hoffen, bald ansteht. Die Mitglieder von Meng Landwirtschaft hatten jenen angekündigten partizipativen Prozess jedenfalls so gedeutet, dass bereits in der Formulierungsphase Ideen und Maßnahmen der Plattform mit einfließen können und es nicht nur darum ginge, ein fertiges Dokument zu ergänzen. Wir sind uns bewusst, dass die Entwicklung dieses Aktionsplans keine einfache Aufgabe ist, weswegen es umso wichtiger ist, den Dialog und Austausch so früh und intensiv wie möglich gemeinsam zu führen.

Wir bedauern sehr, dass seitens Ihres Ministeriums Akteure aus der Zivilgesellschaft, die sich seit einigen Jahren intensiv mit der Landwirtschaft und Ernährungskultur auseinandersetzen sowie ihre Kompetenzen und ihr Interesse bisher ignoriert wurden. Auch muss festgestellt werden, dass diese mangelhafte Bereitschaft zum Dialog, die bereits seit Jahren unsererseits beklagt wird, nicht dazu beitragen wird die anstehenden Probleme zu bewältigen. Wir erwarten daher, dass Sie uns umgehend über den aktuellen Stand des Bio-Aktionsplans informieren und uns, sowie auch andere betroffene Akteure, mit einbeziehen.

In Erwartung einer baldigen Antwort verbleiben wir mit freundlichen Grüßen,

Für die Plattform Meng Landwirtschaft.