Wéi ass de Coronavirus an der Gesellschaft verbreet a wéi genau gëtt en iwwerdroen? Deene Froe geet de Luxembourg Institute of Health no.

Con-Vince-Etüd / Rep. Nadine Kremer

D'Con-Vince-Etüd, déi vun der Covid-19-Taskforce an d'Liewe geruff gouf, soll duerch e bessert Verständnis vum Virus hëllefen, d'Pandemie anzedämmen. D'Etüd kënnt elo an déi lescht Phas.

12 Méint laang huet de Luxembourg Institute of Health (LIH) eng representativ Grupp vun 1.800 Leit begleet, fir méi iwwer d'Verbreedung vum Coronavirus erauszefannen. Eng éischt Feststellung war, dass et eng héich Donkelziffer gëtt. 0,3% vun der Bevëlkerung hätten de Virus leschte Summer an sech gedroen, mä si waren asymptomatesch oder hate wéineg Symptomer. Fir de Professor Rejko Krüger ass dat den éischte wichtege Constat.

"Wieviele Menschen möglicherweise ohne zu wissen das Virus verteilen können. Und da war die Dunkelziffer, von denen dass man wusste, dass sie infiziert sind, von denen die sozusagen durch unsere Studie geschätzt werden können als asymptomatische Träger, ungefähr 70%."

D'Zil ass et z'erfuerschen, wéi de Virus sech iwwer een längeren Zäitraum entwéckelt an iwwerdréit. De Fuerscher seet, dass ongeféier 3% vun der Bevëlkerung bis leschte Summer Antikierper entwéckelt haten.

"In der Zwischenzeit wissen wir, dass die meisten dieser Antikörper auch wirklich schützen, aber wir wissen auch, dass die Antikörper sich mit der Zeit wieder ein bisschen verlieren."

Ee Joer nom Lancement vun der Etüd fänkt elo den 19 Abrëll déi lescht Etapp un. Wärend 5 bis 6 Woche maachen d'Participanten eng zweet Kéier ee PCR-Test duerch d'Nues a kréie Blutt a Stullprouwe geholl. Duerch den Test fënnt een eraus, ob Réckstänn vum Virus am Kierper sinn. Duerch d'Bluttanalys gëtt de Niveau vun Antikierper am Blutt ënnersicht. Wichteg wier virun allem de Verglach mat de Resultater vum leschte Joer.

"Wir werden sehen können, ob es neue Virusvarianten gibt, ob die Antikörperantwort stabil ist, wie lange ein Immunschutz besteht und ob der vielleicht unterschiedlich ist bei jüngeren Menschen und bei älteren Menschen."

An dëser neier Phas géifen net nëmmen d'Antikierper, mee och d'zellulär Immunitéit analyséiert ginn. Si géif weisen, wéi wäit Zellen de Virus ënnerdrécke kënnen. Et wier awer elo scho gewosst, dass mir nach wäit vun enger Herdenimmunitéit ewech sinn an dowéinst wier d'Impfcampagne esou wichteg.

Schreiwes

CON-VINCE Studie kurz vor Abschluss

Jährliche Nachuntersuchungen ein Jahr nach Studienbeginn

Mit der im April 2020 unter Federführung der Research Luxembourg COVID-19 Task Force gestarteten Studie CON-VINCE1 sollen die Verbreitung und Ausbreitungsdynamik von COVID-19 in der Bevölkerung Luxemburgs beurteilt werden – unter besonderer Berücksichtigung von asymptomatischen Personen und Personen mit nur leichten Symptomen. Für die Teilnehmer der CON-VINCE Studie beginnt die letzte Testrunde im April 2021, also etwa ein Jahr nach ihrer Aufnahme in die Studie und den ersten Untersuchungen. Die letzte Welle wird umfangreiche Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die das Virus über einen längeren Zeitraum entwickelt und überträgt, insbesondere im Hinblick auf die Immunität.

Unter der Leitung von Prof. Rejko Krüger, dem Director of Transversal Translational Medicine (TTM) am Luxembourg Institute of Health (LIH)2 sollen mit Hilfe der CON-VINCE Studie asymptomatische Träger und Träger mit milder Symptomatik (Oligosymptomatik) aufgespürt werden, indem eine für die Bevölkerung Luxemburgs bereits bestehende repräsentative Gruppe aus über 1.800 Personen auf den SARS-CoV-2 Virus getestet wird. Mittels einer Reihe von Nachuntersuchungen wurden die Teilnehmer über 12 Monate hinweg überwacht.

Die jährliche Nachuntersuchungsphase beginnt am 19. April und wird sich über 5 bis 6 Wochen erstrecken. Wie bei den vorangegangenen Testrunden wird bei allen Teilnehmern einmal ein Nasen-Rachen-Abstrich durchgeführt. Auch Blut- und Stuhlproben werden im Rahmen dieser Nachuntersuchungen einmal genommen. Als assoziierte Partner leisten die labore Ketterthill, Laboratoires Réunis und BioneXt Lab, sowie LIH und Laboratoire National de Santé (LNS) bei der Entnahme der biologischen Proben tatkräftige Unterstützung. Ergänzend zu den biologischen Proben liefern kurze Follow-up-Fragebögen zusätzliche Informationen über Eindämmungsmaßnahmen und Impfungen.

"Aus organisatorischen Gründen werden die Teilnehmer gebeten, zunächst den von unserem Partner TNS-Ilres bereitgestellten Fragebogen auszufüllen. Im Anschluss erhalten sie einen Coupon für die Probenahme
1 "COvid-19 National survey for assessing VIral spread by Non-affected CarriErs"
2 Weitere Tätigkeiten von Prof. Krüger: PEARL Chair des Fonds National de la Recherche (FNR); Leiter der Arbeitsgruppe Translational Neuroscience, Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB), Universität Luxemburg; Koordinator am National Center for Excellence in Research – Parkinson's disease (NCER-PD), Parkinson Research Clinic, Centre Hospitalier de Luxembourg.

bei einem unserer Partnerlabore. Die gesammelten Proben werden dann zur weiteren Analyse und Lagerung an die Integrated Biobank of Luxembourg (IBBL) geschickt", so Prof. Rejko Krüger, Koordinator der CON-VINCE Studie.
Insbesondere ein PCR-Test der Nasen-Rachen-Abstriche soll Aufschluss darüber geben, ob das SARS-CoV-2 Virus vorhanden ist. Die Blutproben dagegen werden auf Antikörper getestet (serologische Tests), um festzustellen, ob die Teilnehmer nach dem Kontakt mit dem Virus oder nach der Impfung eine Immunantwort ausgebildet haben.
"Wir gehen davon aus, dass uns die jährliche Nachuntersuchung entscheidende Informationen liefern wird, speziell was das Bestehen und die Dauer der Antikörperreaktion nach ein ganzen Jahr anbelangt. Zudem verschafft uns diese letzte Untersuchung die Möglichkeit, die zellbasierte Immunität genauer zu betrachten. Hierdurch erhalten wir ein noch umfassenderes Bild der allgemeinen Immunantwort auf den neuartigen SARS-CoV-2 Virus", so Prof. Krüger.

"Deshalb bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren Partnern – vor allem bei den Diagnoselabors und bei TNS-Ilres – für ihre unermüdliche Unterstützung und die reibungslose Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, ebenso bei allen Probanden, die sich bereit erklärt haben, an der Studie teilzunehmen. Außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, um noch einmal zu betonen, wie wichtig es ist, dass sie sich erneut beteiligen in dieser letzten Runde. Ohne ihre Beteiligung wären wir nicht in der Lage, aussagekräftige Daten und Forschungsergebnisse für Patienten und Bevölkerung zu generieren", so Prof. Krüger.

Über CON-VINCE

Die im April 2020 gestartete CON-VINCE Studie ist eine von mehreren Initiativen, die unter der Schirmherrschaft der Research Luxembourg COVID-19 Task Force ins Leben gerufen wurden, um zur Eindämmung der aktuellen Pandemie beizutragen. Durch Untersuchung einer statistisch repräsentativen Gruppe von Teilnehmern auf das Vorhandensein des SARS-CoV-2 Virus wird CON-VINCE asymptomatische Personen und Personen mit milden Symptomen identifizieren und sie ein Jahr lang beobachten. Ziel der Studie ist es, genaue Daten über die Verbreitung und Übertragung des Virus in der luxemburgischen Bevölkerung zu gewinnen.

Durchgeführt wird die CON-VINCE Studie von einem Konsortium aus luxemburgischen Forschungseinrichtungen, darunter das LIH, die dem LIH angehörende Integrated Biobank of Luxembourg (IBBL), das Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg und das Laboratoire National de Santé (LNS). Unterstützung erhalten die Einrichtungen dabei vom Marktforschungsunternehmen TNS-ILRES, von dem die Teilnehmer ausgewählt wurden, sowie von den luxemburgischen Diagnoselaboren Ketterthill, Laboratoires Réunis und BioneXt Lab, die als
NB: Es werden nur bestehende Teilnehmer der CON-VINCE Studie kontaktiert. Die Studie rekrutiert keine neuen Teilnehmer.

assoziierte Partner die Probengewinnung übernehmen. Die Studie wird mit 1,4 Mio. Euro vom Fonds National de la Recherche (FNR) und über eine großzügige Spende in Höhe von 800.000 Euro von der André-Losch-Stiftung kofinanziert.

Über das Luxembourg Institute of Health: Research dedicated to life

Das Luxembourg Institute of Health ist ein öffentliches Forschungsinstitut an der Spitze der biomedizinischen Wissenschaften. Mit seinem Knowhow in den Schwerpunkten öffentliche Gesundheit, Krebserkrankungen, Infektion und Immunität sowie in der Lagerung und Bearbeitung von biologischen Proben, engagiert sich das Institut durch seiner Forschungsarbeiten für die Gesundheit der Menschen. Am Luxembourg Institute of Health arbeiten mehr als 300 Personen mit dem gemeinsamen Ziel das Wissen über Krankheitsmechanismen voranzutreiben und so neue Diagnoseverfahren, innovative Therapieansätze und effiziente Tools für die personalisierte Medizin zu entwickeln.

Über Research Luxembourg

Research Luxembourg ist eine gemeinsame Initiative der Hauptakteure der öffentlichen Forschung in Luxemburg – dem Luxembourg Institute of Health (LIH), dem Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER), dem Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST), dem Laboratoire National de Santé (LNS), der Universität Luxemburg, dem Fonds National de la Recherche (FNR) – und wird vom Ministerium für Hochschulwesen und Forschung koordiniert. Das Hauptziel der Initiative besteht darin, die wissenschaftliche Zusammenarbeit in Luxemburg zu fördern und die Arbeit des gesamten Sektors nach außen zu kommunizieren.