Seit neuestem gibt es eine neue Bewegung: die der „Freunde“. Es gibt die Freunde Syriens, die Freunde des Arabischen Frühlings, die Freunde Libyens, die des Iraks, Afghanistans, usw. usf.. Bald wird es auch noch die Freunde des Irans und Nordkoreas geben.

Welch Freude für die Bevölkerungen dieser Länder so viele „Freunde“ zu haben, die ihnen nur Gutes wollen…!

Früher nannte man diese „Freunde“ Eroberer, Missionare oder Kolonialisten, was der Wahrheit auch heute noch erheblich näher kommt. Die Methoden und Beweggründe besagter „Freunde“ sind vielleicht etwas subtiler geworden, die Zielsetzungen sind jedoch immer noch dieselben: Eroberung, Einmischung, Ausschalten feindlicher Staatsoberhäupter (ob mit öffentlicher Hinrichtung oder ohne), Übernahme der Reichtümer der zu „befreundenden“ Länder.

Die notleidenden Völker könnten allerdings wirkliche Freunde nur allzu gut gebrauchen, besonders nach der „Fremdbefreundung“!