Am Summer gëtt all Joers op en Neits iwwert ongewéinlech Sichtunge vun Haien am Mëttelmier geschwat. Ma sou ongewéinlech sinn dës net. D'Haie gehéieren nämlech och am Mëttelmier zu de ganz normale Bewunner a spillen hei eng wichteg Roll am Ekosystem, Julie Mathes.

29/07/2021 Haien am Mëttelmier (ONLINE)

Iwwer 80 Aarte vu Knorpelfësch ginn et am Mëttelmier a well d'Haien ënner dës Kategorie falen ginn et och eng ganz Rei u verschiddenen Hai Aarten. Heike Zidowitz, Responsabel fir Kommunikatioun fir de Schutz vu Mieresmamendéieren an Haie bei WWF Däitschland.

Der bekannteste ist natürlich der weiße Hai, den gibt es durchaus auch im Mittelmeer. Es gibt dort auch Heringshaie und Blauhaie. Blauhaie sind gerade in den letzten Jahren häufiger gesichtet worden, dass diese halt auch näher an den Menschen herankamen in einem Hafen, aber die sahen oft schon sehr geschwächt aus. Es gibt auch Riesenhaie im Mittelmeer. Riesenhaie sind Planktonfiltrierer und sehr sehr groß, deswegen heißen die auch so. Diese sind bis zu 12 Meter groß.

Den Hai huet eng wichteg Funktioun als Jeeër am Ökosystem. De Réckgang vun dëser Spezies huet duerfir negativ Konsequenzen op d'Gesondheet vum ganzen Ökosystem am Mëttelmier.

Haie sind ein ganz wichtiger Faktor in der Gesundheit der Meere, denn sie halten die Bestände der Beutefische gesund indem sie sie auch kurz halten teilweise. Es gibt mehr Arten dadurch, dass es große Räuber gibt. Haie beienflussen also, dass ganze Lebensräume gesund bleiben. Zum Beispiel an Korallenriffen, helfen sie dass diese nicht veralgen, weil da zum Beispiel ein Fisch fehlt, der eigentlich die Algen frisst. Da gibt es diese Wechselwirkungen, die sehr komplex sind.

Och wann dacks gemengt gëtt, dass d'Haien eng Gefor fir eis sinn, ass et éischter ëmgedréint. Mir Mënschen gefäerden d'Iwwerliewe vun dësem Déier an do matt och d'Gesondheet vun anere Liewewiesen am Mëttelmier.  

Es sieht sehr schlecht im Mittelmeer aus. Es wurde eine rote Liste Bewertung 2017 gemacht aus der hervorgegangen ist, dass die Hälfte aller Haie und Rochen, die dort vorkommen, stark gefährdet sind. Da wurde dann auch gesagt, dass es weltweit das gefährlichste Meer für Haie ist. Es gibt einfach unheimlich viel Fischerei und auch andere Fischarten sind dadurch stark zurückgegangen. Es gibt aber auch andere Faktoren. Zum Beispiel, dass viele Schadstoffe ins Meer gelassen werden oder dass auch Plastik vorhanden ist. Das haben wir ja auch bei den Walen und Delfinen gesehen, dass das sehr viel Auswirkung hat. Aber der vornehmliche Gefährdung kommt definitiv durch die Fischerei.

Op d'Fro hi, wéi geféierlech dës Haien dann elo fir eis Menschen si, betount d'Heike Zidowitz dass ee sech hei net zevill Gedanke maache muss.

Von den Arten her, gibt es schon Arten, die sehr groß sind und wenn man denen begegnen würde und es zu einer nicht so guten Situation käme, dann könnte es durchaus gefährlich werden. Aber das ist so unwahrscheinlich, dass das passiert. Wir sind permanent eigentlich mit Haien im Wasser und es passiert gar nichts. Wenn man auch bedenkt, dass die Bestände immer weiter zurückgegangen sind, ist die Wahrscheinlichkeit einem Hai zu begegnen äußerst gering. Es ist sowieso äußerst gering. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass man zum Beispiel im Meer mit Strömung in eine Notsituation gerät, als dass man jetzt einem Hai begegnet und das irgendwie eine Folge hat.

Wann een dann awer an déi onwahrscheinlech Situatioun kennt a sou engem Hai begéine sollt, soll ee sech roueg aus dem Waasser u Land beweegen a vun der Geleeënheet profitéieren dëst interessant Déier ze beobachten, betount d'Heike Zidowitz weider.