
Wéi vill Liewensmëttel landen all Joer hei am Land an der Poubelle? Dës Fro soll eng Etüd beäntweren, déi a 4 Beräicher opgedeelt ass: Privatstéit, Handel, Grousskichen a Gastronomie. Dobäi gouf nach op den Ënnerscheed tëscht vermeidbaren Offäll, wéi Iessensreschter, lassen a verpaakte Liewensmëttel, an net vermeidbare Liewensmëttel, wéi Schuelen a Schanken, gekuckt.
Hëlt ee sämtlech Offall-Statistiken zesummen, kënnt een op d'Resultat vun am Ganze 70.800 Tonne Liewensmëttel, déi all Joer vun der Gastronomie, am Handel, a gréissere Kichen a Stéit entsuergt ginn. Dat si ronn 118 Kilo pro Awunner pro Joer. Dat sinn eng 3.000 Tonne méi wéi nach 2016, op de Kapp gekuckt sinn et awer 3,8 Prozent manner.

De Gros vun de Liewensmëtteloffäll entsteet a Privatstéit, mat 53.270 Tonnen. Dat heescht, datt vun den 602.000 Awunner jiddereen am Schnatt 88,5 Kilo pro Kapp Liewensmëttel ewech gehäit. 23,5 Kilo dovu wiere vermeidbar gewiescht.
Den Offall, deen een hätt kënne verhënneren, ass ëm 37 Prozent zeréckgaangen, allerdéngs ass nach ëmmer vill an eisen Dreckskëschten, dat do net hätt misse landen. A Suen ausgedréckt, geheit all Awunner d'Joer Liewensmëttel fir 75,5 Euro ewech. Fir ganz Lëtzebuerg mécht dat e Montant vu 46 an enger hallwer Millioun aus.
A gréissere Kichen (Kantinnen, Spideeler, Schoulen, Heemer,...) koum een op 7.100 Tonnen d'Joer, 12 Kilo deemno pro Awunner gerechent. Vermeidbar wieren hei 9,6 Kilo pro Awunner pro Joer gewiescht.
Am Eenzel- a Grousshandel bestinn d'Liewensmëtteloffäll an éischter Linn a Form vu Produiten, déi als net méi verkeeflech agestuuft ginn. Hei sinn et am Duerchschnëtt 5.150 Tonnen am Joer, ouni Liewensmëttelspende mat agerechent. Pro Awunner gëtt dat 8,7 Kilo d'Joer, wouvu ronn 7,85 Kilo vermeidbar gewiescht wieren.
118 kg pro Person und pro Jahr - Umweltverwaltung veröffentlicht Studie 2018/2019 über Lebensmittelabfälle im Groẞherzogtum (22.09.2020)
Communiqué par: Administration de l'environnement Wie viele Lebensmittel landen in Luxemburg jedes Jahr im Müll? Um diese Frage zu beantworten, führt die Umweltverwaltung, in Zusammenarbeit mit Eco-Conseil SARL, seit 2013 die Studie „Aufkommen, Behandlung und Vermeidung von Lebensmittelabfällen" in Luxemburg durch. Um zu verstehen, welche Lebensmittel wo genau im Abfall landen, wurde die Studie in 4 Herkunftsbereiche aufgeteilt: Privathaushalte – Handel – Großküchen – Gastronomie. Die Ergebnisse liefern Ansatzpunkte um der Lebensmittelverschwendung in all diesen Bereichen entgegenzuwirken.
Bei Lebensmittelabfällen ist generell zu unterscheiden zwischen:
vermeidbaren Abfällen bestehend aus Essensresten, losen Lebensmittel wie Brot, Teigwaren, Gemüse, Obst, Wurst- und Fleischwaren und verpackten Lebensmittel,
nicht vermeidbaren Lebensmittelabfällen, die größtenteils aus Zubereitungsresten wie Schalen und Knochen bestehen, also nicht essbare Bestandteile enthalten.
Das Aufkommen und die Zusammensetzung an Lebensmittelabfall in Luxemburg wurde mit Daten aus verschiedenen Abfallstatistiken, den Ergebnissen einer Befragung ausgewählter Unternehmen der Distributions- und Verarbeitungskette von Lebensmitteln, den Resultaten der landesweiten Restabfallanalyse 2018/2019 sowie einer Reihe von Sekundär- und Tertiärdaten abgeschätzt.
Dabei wurde eine Gesamtmenge von 70.800 Tonnen Lebensmitteln errechnet, die jedes Jahr von Gastronomie, Handel, Großküchen und Privathaushalten entsorgt werden, das sind rund 118 kg pro Einwohner und Jahr.
Das Ergebnis zeigt, dass das Gesamtvolumen an Lebensmitteln im Restmüll seit 2016 durch die steigende Bevölkerungszahl leicht angestiegen ist (+4,8%), das Pro-Kopf-Aufkommen jedoch gesunken ist (-3,8%).
Privathaushalte
Der Großteil der Lebensmittelabfälle entsteht in Privathaushalten: In Luxemburg werden pro Jahr 53.270 Tonnen Lebensmittel über Restmüll, Biotonne und Kompost entsorgt. Das sind etwa 75% der gesamten Lebensmittelabfälle.
Jeder der 602.000 Einwohner produziert somit im Schnitt 88,5 kg Lebensmittelabfälle im Jahr (Stand: 2018), wovon etwa 23,5 kg pro Kopf (14.200 Tonnen) vermeidbar gewesen wären.
Außerdem ist der vermeidbare Anteil der Lebensmittelabfälle im Restmüll um rund 37% zurückgegangen. Gründe hierfür sind vermutlich die gesteigerte Sensibilität und veränderte Gewohnheiten, wie zum Beispiel das Kompostieren oder Trennen von Biomüll.
Die 2019 durchgeführte Restabfallstudie hat gezeigt, dass sich ein hoher Anteil an Lebensmitteln (bis zu 30%) im Restmüll befinden. Die vermeidbaren Lebensmittelabfälle basierend dieser Restabfallstudie setzen sich folgendermaßen zusammen:
Monetär werden die über den Restmüll entsorgten vermeidbaren Lebensmittelabfälle auf 75,5 Euro pro Einwohner und Jahr geschätzt, respektive 46,5 Millionen Euro pro Jahr für ganz Luxemburg.
Gastronomie
Lebensmittelabfälle in der Gastronomie bestehen hauptsächlich aus größtenteils nicht vermeidbaren Zubereitungsresten (Eierschalen, Fett, Knochen, ...), aber auch vermeidbaren Tischresten, überschüssigen Mahlzeiten oder Lagerverlusten.
Die Gesamtmenge der Lebensmittelabfälle in der Gastronomie wurde im Durchschnitt auf 5.250 Tonnen im Jahr berechnet. Pro Einwohner ergibt sich daraus ein Aufkommen von 8,9 kg im Jahr. Vermeidbar wären hiervon etwa 7,1 kg im Jahr pro Einwohner.
Großküchen
Die Gesamtmenge der Lebensmittelabfälle in Großküchen (Kantinen, Krankenhäuser, Schulen, Altenheime, ...) wurde im Durchschnitt auf 7.100 Tonnen im Jahr berechnet. Pro Einwohner ergibt sich daraus ein Aufkommen von 12 kg im Jahr. Vermeidbar wären davon rund 9,6 kg pro Einwohner im Jahr.
Diese neuen Zahlen entsprechen einem Rückgang der Lebensmittelbabfälle in diesem Herkunftsbereich von etwa 8%. Dieser Rückgang ist laut Aussagen der Befragten auf ein erhöhtes Bewusstsein zum Thema Lebensmittelverschwendung, sowie vermehrten Initiativen in diesem Bereich zurückzufuhren.
Handel
Lebensmittelabfälle fallen im Einzel- und Großhandel in erster Linie in Form von Produkten an, die als nicht mehr verkäuflich eingestuft werden (verdorbene Lebensmittel, Verzehrdatum ist abgelaufen, ...).
Die Gesamtmenge der Lebensmittelabfälle im Handel wurde im Durchschnitt auf 5.150 Tonnen im Jahr berechnet – ohne Lebensmittelspenden. Die geschätzten Mengen beinhalten also ausschließlich nicht verkaufte Lebensmittel. Pro Einwohner ergibt sich daraus ein Aufkommen von 8,7 kg im Jahr. Vermeidbar wären davon rund 7,85 kg pro Einwohner im Jahr.
Alle Informationen, sowie ein kurzes Video finden Sie auf:
https://environnement.public.lu/fr/offall-ressourcen/types-de-dechets/Biodechets/Gaspillage_alimentaire/Etudes_et_resultats.html