Ein Mensch wird auf einer Grenzbrücke von der deutschen Polizei gejagt, Hunderte werden seit Wochen, Tag für Tag, von der deutschen Bundespolizei, mit Maschinenpistolen bewaffnet, durch sinnlose Kontrollen schikaniert, andere wiederrum werden beim spazieren von unfreundlichen belgischen oder französischen Polizisten forsch angegangen und müssen teils saftige Strafen zahlen.

Dies ist mittlerweile trauriger Alltag an  Luxemburgs Grenzen, dort wo seit Jahrzenten jetzt die meisten nicht mal mehr wussten wo genau die Grenzmarkierungen verlaufen, dort wo Menschen, ob Luxemburger, Deutsche, Franzosen oder Belgier Tag für Tag miteinander den Alltag in der Groß-Region teilten, wird dieses wertvolle Miteinander rücksichtslos zerstört.

Und was wird von Luxemburger Seite dagegen getan? Man schreibt Briefe an die Deutschen. An die Belgier und Franzosen, da weiß man nicht was unternommen wird. Aber eigentlich, sowieso egal. Nichts ändert sich.

Hat Luxemburg etwa in Europa, unter seinen direkten Nachbarn, keine Freunde mehr? Wie steht es mit „Telefondiplomatie“? Gibt es in ganz Luxemburg kein einziges Regierungsmitglied, welches Gehör bei unseren Nachbarn findet?

Da kann man nur sagen, „Wer solche Freunde hat, brauch keine Feinde!“

Erniedrigend ist es allemal.

Alain Kinn