Als der liberale Finanzminister Pierre Gramegna am Dienstagmorgen im Kammerplenum stand ...

... in dem schon etwas abgewetzten Nostalgiekitsch von falschen Stucksäulen und falschen Kerzenleuchtern, von der Welt da draußen mit heruntergelassenen Vorhängen abgeschirmt, dachte er sicher an die Gilets jaunes, die soeben dem Traum eines autoritären Liberalismus in Frankreich ein jähes Ende gesetzt haben.

Denn er beruhigte die Abgeordneten, die Minister und die an seiner Haushaltsrede interessierten Streaming-Zuschauer: "Wenn es in Luxemburg, anders als in anderen europäischen Ländern, nur wenige soziale Unruhen und Kundgebungen gibt, dann auch, weil die sich abwechselnden Regierungen immer darauf bedacht waren, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht zu weit auseinandergehen soll und die Schwächsten in unserer Gesellschaft, da wo es nötig ist, vom Staat unter die Arme gegriffen bekommen."

Dat neit Lëtzebuerger Land ass vun e Freideg, de 8. Mäerz un am Kiosk.