30 Jahre Wiedervereinigung - Ingo Schulze und Nicolas Offenstadt über das verschwundene Land

Ingo Schulze gehört mit seinen Kurzgeschichten und Romanen über Ostdeutschland zu einem der wichtigsten und international erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Auf Einladung des Instituts Pierre Werner diskutiert er am Mittwoch, 21. Oktober 2020, um 19 Uhr in der Abtei Neumünster mit dem französischen Historiker Nicolas Offenstadt über die turbulente Wendezeit und die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf die heutigen politischen Ereignisse. Offenstadt beschreibt in seinem viel beachteten und preisgekrönten Buch „Le pays disparu“ (auf Deutsch: „Das verschwundene Land“) die Abwicklung der DDR nicht nur auf politischer und wirtschaftlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene.

Der Abend wird moderiert von William Irigoyen, Journalist bei Arte. Der Abend findet in deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung statt. Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, beschäftigt sich in seinen Werken immer wieder mit der turbulenten Wendezeit. In seinem letzten Roman „Die rechtschaffenen Mörder“ stellt er die Frage, wie ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär oder zum Revoluzzer wird? Auch in dieser Geschichte um den Dresdener Antiquars Norbert Paulini, der auf rechte Abwäge gerät, spielt die Wendezeit eine wichtige Rolle. Ingo Schulze wird an dem Abend ein paar Auszüge aus dem Roman lesen.

Am Virfeld vu sengem Besuch zu Lëtzebuerg huet den Ingo Schulze dësen Interview ginn:

Den Ingo Schulze am Gespréich mam Bea Kneip

Einen detaillierten und aufschlussreichen Blick in die Lebenswelt hinter dem eisernen Vorhang gibt Nicolas Offenstadt in seinem Buch „Urbex RDA: L’Allemagne de l’Est racontée par ses lieux abandonnés“, für das der Historiker verlassene Orte und Industriebrachen in Ostdeutschland erkundet hat. Sein Werk ist Zeugnis des Verfalls und des Abstiegs Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung.

Informationen im Überblick
Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19 Uhr
Abtei Neumünster, 28 rue Münster, L-2160 Luxembourg-Grund
In deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung
Eintritt frei · Um Anmeldung wird gebeten
(per Mail an info@ipw.lu oder per Telefon: +352 49 04 43 1) 
Die Veranstaltung wird ebenfalls live auf YouTube übertragen.
Weitere Infos auf www.ipw.lu