Konventioun Lëtzebuerg-Rheinland-PfalzRettungsasätz grenziwwerschreidend erméiglecht

Maxime Gillen
Bei engem Noutfall soll déi Ambulanz geruff ginn, déi am séierste kann op der Plaz sinn.
Konventioun Lëtzebuerg-Rheinland-Pfalz
Bei engem Noutfall soll déi Ambulanz geruff ginn, déi am séierste kann op der Plaz sinn.

Wat bannent engem Land selbstverständlech ass, ass a Grenzregiounen net grad esou evident. Dofir hunn de Premier Minister Xavier Bettel an d'Inneministesch Taina Bofferding zesumme mat der Ministerpresidentin aus dem däitsche Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, en Accord ënnerschriwwen, deen et de Rettungsdéngschter an der Grenzregioun erméiglecht, och am Nopeschland an den Asaz ze kommen.

D'Malu Dreyer

An deem Kader hu sech de Premier an d'Ministerpresidentin nach eng Kéier felicitéiert, dass si an Tëscht och eng Reegelung fonnt hunn, fir dass Lëtzebuerger Residenten trotz Pandemie an Astufung als Risikogebitt fir manner wéi 24 Stonnen kënnen a Rheinland-Pfalz reesen.

Et wier wichteg, dass d'Situatioun vun de Grenzregiounen an Däitschland elo ee fir alle Mol gekläert wier, esou d'Malu Dreyer.

„Heute wird die neue Bundesmusterverordnung in Deutschland auf den Weg kommen. Heute war Kabinett. Aber wir haben diesen Korridor um das zu regeln und insofern glaube ich, dürfen wir heute voller Vertrauen der Bevölkerung sagen, dass wir nicht mehr in eine Lage kommen werden, wo der Grenzverkehr gestört wird, sondern wo wir tatsächlich auch ganz normal miteinander weiterleben können, wie wir das in der Vergangenheit aus getan haben.“

Déi lescht Wochen hätte gewisen, dass d'Leit an enger Grenzregioun eng Situatioun besser aschätze kéinten, wéi déi Responsabel zu Berlin, respektiv an aneren Haaptstied, esou d'Malu Dreyer weider.

Och bei Übungen an Ënnersichungen soll zesummegeschafft ginn, fir vun den Erfarungen vu béide Säiten ze profitéieren. An 2 Méint trëtt dëst Ofkommes an Kraaft.

“Unfälle, Naturkatastrophen, Ähnliches wo wir auf gegenseitige Unterstützung angewiesen sind. Und ich glaube, dass dieses Abkommen uns jetzt unterstützen wird, rechtliche Klarheit schaffen für alle Beteiligten, die im Rettungsdienst unterwegs sind. So dass wir wie wir es eigentlich wollen so ganz europäisch in diesem Bereich miteinander arbeiten können. “

Et brauch een als potenziellen Patient awer lo keng Nodeeler ze fäerten. Op elo en Rettungsdéngscht aus dem Rheinland-Pfalz oder aus Lëtzebuerg kennt, mécht fir de Patient am Käschtepunkt keen Ënnerscheed.

“ Die Abrechnungssysteme im Hintergrund sind auch nochmal viel viel komplizierter. Ich glaub es war sehr schlau von unseren Innenministern sowohl auf der luxemburgischen als auch auf der rheinland-pfälzischen Seite einfach zu sagen man macht das unentgeltlich. Ansonsten hätte das alles noch viel länger gedauert. “

Offiziellt Schreiwes

Luxemburg und Rheinland-Pfalz vereinbaren grenzüberschreitende Notfallrettung und stellen schnelle Hilfe sicher (05.10.2020)
Communiqué par: ministère d'État / ministère de l'IntérieurXavier Bettel, Premierminister des Großherzogtums Luxemburg, Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, und Taina Bofferding, Ministerin für Inneres des Großherzogtums Luxemburg, haben ein Abkommen über die grenzüberschreitende Notfallrettung unterzeichnet. Ziel dieses Abkommen ist es, bei Katastrophen oder schweren Unglücksfällen ein schnelles, wirksames und effizientes Eingreifen der grenzüberschreitenden Notfallrettung zu gewährleisten. Auch die gegenseitige punktuelle Unterstützung bei täglichen Notfalleinsätzen, insbesondere dann, wenn der landeseigene Rettungsdienst zeitweilig nicht verfügbar ist, wird durch das Abkommen klarer geregelt.

Um die Bedeutung des Abkommens zu unterstreichen, fand das Treffen zur Unterzeichnung in der Gemeinde Mertert statt, einer jener Grenzgemeinden, deren Bürgerinnen und Bürger unmittelbar von der verbesserten Zusammenarbeit betroffen sein werden.

Premierminister Xavier Bettel unterstrich die Wichtigkeit dieses Abkommens und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Allgemeinen hinsichtlich der Rückschläge der letzten Monate: „Es gilt eine positive Agenda zu finden und weiter auszubauen, was wir hier in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. Das, was wir in unserer Region geschafft haben, ist einzigartig und hat große Symbolwirkung in ganz Europa."

„Katastrophen, Unglücksfälle und Krankheiten halten sich nicht an Staatsgrenzen. Deshalb muss im Notfall auch Hilfe über die Grenze hinweg möglich sein. Bei dem Abkommen geht es um die Verkürzung des sogenannten versorgungsfreien Intervalls. Rettungsdienste können so schneller bei den Patienten und Patientinnen sein", betonte die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer. „Das Abkommen legt Einsatzmöglichkeiten genauestens fest und schafft damit rechtliche Sicherheit auf beiden Seiten. Ebenso sind darin Fragen der Haftung und des geeigneten Zielkrankenhauses geregelt. Die Vertragsparteien vereinbaren zudem, dass die Zusammenarbeit grundsätzlich unentgeltlich ist. Das Abkommen ist unbefristet und findet Anwendung auf dem Territorium des Großherzogtums Luxemburgs und des Landes Rheinland-Pfalz", so die Ministerpräsidentin.

Taina Bofferding betonte ihrerseits die zentrale Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: „Insbesondere in Krisenzeiten müssen wir die grenzüberschreitende Zusammenarbeit intensivieren und weiter fördern. Die Erfahrungen aus der jüngsten COVID-19 Krise zeigen uns, dass unsere Grenzregionen zusammengehören, und nicht unabhängig agieren dürfen. Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten von uns mehr Europa und weniger Grenzen. Dieses Abkommen gerade jetzt zu unterzeichnen, ist auch ein Zeichen dafür, dass wir uns noch stärker investieren wollen und sollen, im Sinne aller Europäerinnen und Europäer! Ihre Sicherheit liegt uns allen am Herzen, ob diesseits oder jenseits der Mosel."

Um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zusätzlich zu stärken, wird intensiv an einem weiteren Abkommen gearbeitet, welches die Zusammenarbeit der Feuerwehren bestimmen soll.

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