An enger éischter Phas kënnt bei den Examen elo mol keng Surveillance-Applikatioun an den Asaz.

Déi definitiv a prinzipiell Decisioun wier awer nach net geholl, heescht et elo e Freideg am fréien Owend vun der Uni Lëtzebuerg. An der Kritik stoung jo den eventuellen Asaz vun enger Video-Surveillance-Plattform bei verschiddenen Examen, déi e Méindeg à distance ufänken. Ënner anerem d'Studentenassociatioun UNEL hat sech Suergen iwwer d'Grondrechter an d'Privatsphär gemaach.

Et wéilt ee sécher stellen, datt d'Software all d'Krittären erfëllt, zum Beispill beim Dateschutz, sou d'Universitéit. Dat wier e komplexe Prozess an deen hätt elo sou kuerzfristeg net kënnen ofgeschloss ginn, dofir kéim d'Instrument elo virleefeg net an den Asaz an et géif op Alternative gesat ginn, zum Beispill mëndlech Prüfungen oder Epreuven, déi kënne mat heem geholl ginn.

Dat alles heescht awer net, datt den Iwwerwaachungstool ganz vum Dësch ass. Et géif een déi néideg Analysen ofwaarden. Et wier souwisou just e ganz klengen Deel vun de Prüfunge betraff. Dës Decisioun huet d'Uni Lëtzebuerg e Freideg de Mëtteg geholl an d'Studente goufen heiriwwer informéiert, esou de Sam Bernard, Member vun der Delegatioun.

Extrait Sam Bernard

Schreiwes Uni.lu

Die Universität Luxemburg informiert über ihre Pläne, Fernprüfungen zu organisieren, und insbesondere über den möglichen Einsatz eines Remote-Proctoring-Tools für eine begrenzte Anzahl von Prüfungen.

Die Universität Luxemburg ist dazu verpflichtet, die Integrität und Sicherheit ihrer Prüfungen zu gewährleisten. Eine Software für die Fernüberwachung kann helfen, dieses Ziel zu erreichen. Gleichzeitig möchte die Universität sicherstellen, dass alle Modalitäten der Verwendung eines solchen Tools mit ihrer Verpflichtung zum Schutz der Privatsphäre der Benutzer in Einklang stehen.

Die Universität arbeitet derzeit noch daran sicherzustellen, dass das in Frage kommende Werkzeug alle Kriterien in dieser Hinsicht erfüllt. Dies ist ein langwieriger und komplexer Prozess. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt die Universität noch nicht über ein vollständiges Bild, um eine Entscheidung zu treffen.

Deshalb hat die Universität beschlossen, das in Frage kommende Instrument vorläufig nicht für die Durchführung von Fernprüfungen zu verwenden. Bis die letzten Details geklärt sind, werden andere Formen von Fernprüfungen eingesetzt (Webex, mündliche Prüfungen, Take-Home-Prüfungen). Falls und wenn das Tool zur Fernüberwachung eingeführt wird, wird dies mit angemessener Vorlaufzeit geschehen, so dass eine angemessene Vorbereitung und Prüfung möglich ist, und die Studierenden behalten das Recht, die Überwachung durch die Software abzulehnen. Im letzteren Fall würde die Universität dem Studierenden eine Prüfung in einem anderen Format zuweisen.  

Eine Reihe von Studierenden haben ihr Unbehagen zum Ausdruck gebracht und Bedenken bezüglich des Datenschutzes bei der Lösung geäußert, die die Universität derzeit erforscht. Die Universität nimmt diese Bedenken ernst. Die Universität nimmt aber auch ihre Verantwortung gegenüber den Studierenden und der Gesellschaft sehr ernst. Es ist für alle unsere Studierenden wichtig, dass die Universität die Qualität ihrer Diplome schützt. Alle Anstrengungen werden unternommen, um dieses Ziel zu erreichen.

D'Mail un d'Studenten

Dear students, dear colleagues,

I wish to update you on the University’s plans to organize exam sessions in a remote setting, and particularly on the possible use of a remote proctoring tool for a limited number of exams.

The University is under the obligation to ensure the integrity and safety of its exams. A remote proctoring software can help us reach this goal. At the same time, the University wishes to ensure that all modalities of use of such a tool are in line with its obligation to protect the privacy of the users.

As of today, we are still in the process of establishing that the tool under consideration fulfills all criteria in this respect. This is a lengthy and complex process which has been going on for a few weeks already. The fact is however that, at this stage, we do not yet have a fully complete picture.

For the time being, therefore, the University has decided not to use the tool under consideration for the proctoring of remote exams. Until the final details can be clarified, other forms of remote exams will be used (Webex, oral exams, take-home exams). If and when the remote proctoring tool is introduced, this will happen with adequate lead time, allowing for proper preparation and testing, and the students will keep the right to refuse being proctored via the software. In the latter case, the University would assign the student an exam in a different format.  

Some of you have expressed their discomfort and have raised concerns about privacy with the solution that the University is exploring. We take these concerns seriously. However, we also take our responsibility towards students and society very seriously. It is important for all our students that we protect the quality of our diplomas. We deploy all efforts to reach this goal.

I wish all students a very good start of exams.

Best regards,