Viru Kuerzem gouf am Raum Ëlwen en dout Schof fonnt, dat héchstwarscheinlech vun engem wëllen Déier gerappt gouf.

Wéi d'Naturverwaltung an engem Schreiwes matdeelt, kéint een opgrond vun de Bass-Spueren net ausschléissen, dass d'Schof vun engem Wollef gerappt gouf.

Vun enger genetescher Analyse géif ee sech allerdéngs wéineg verspriechen. De Kadaver vum Schof hätt 2 Deeg laang am Reen geleeën an héchstwarscheinlech hätten och scho Fiiss vun dësem giess. Dat géif zu enger Verfälschung vun de genetesche Prouwe féieren.

Den Terrain, op deem dat dout Schof fonnt gouf, ass mat engem Mupp, deen dorop ofgeriicht ass, Wëllef ze richen, ofgesicht ginn. De Mupp huet dann och signaliséiert, dass de Geroch vun engem Wollef present wier.

De geschiedegte Besëtzer vum Schof gëtt dem nationalen Wollef-Aktiounsplang no mat 75% entschiedegt.

Zanter 2017 wier et de fënnefte Fall, dass e Wollef am Grand-Duché konnt nogewise ginn. Deemools war dat am Raum Holzem-Garnech de Fall, 2018 dunn zu Fueren, 2020 zu Nidderaanwen an dëst Joer am Raum Wëntger.

D’Naturverwaltung freet dann och all d’Bierger weiderhin, hinnen all méiglech Spueren op e Wollef ze mellen, fir e Monitoring ze maachen.

Als Rappell: Am Grand-Duché, wéi och a ganz Europa, ass de Wollef streng geschützt.

D'Schreiwes vun der Naturverwaltung:

Mögliche Wolfsanwesenheit im Raum Ulflingen (27.12.2022)
Communiqué par : Administration de la nature et des forêtsKürzlich wurde auf einer Weide im Raum Ulflingen ein totes Schaf aufgefunden, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Raubtier gerissen worden war. Auf Basis des Rissgutachtens durch Experten der Naturverwaltung konnte der Wolf nicht ausgeschlossen werden. Eine genetische Untersuchung war wenig vielversprechend, da der Kadaver zwei Tage im Regen gelegen hatte und sekundärer Fraß – und demnach genetische Kontamination – durch Füchse äußerst wahrscheinlich war. Das Gelände wurde daher mit einem speziell auf Wolfsgeruch ausgebildeten Hund im Detail abgesucht. Der Hund schlug tatsächlich auf die Art und Weise an, die ihm für die Detektion von Wolfsgeruch antrainiert worden war.

Auf Grund der in vielen Ländern Europas angewandten Kriterien wurde der Vorfall als C3 eingestuft: Der Wolf konnte demnach weder zu 100% bestätigt noch ausgeschlossen werden, auch wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass es tatsächlich ein Wolf war. Der geschädigte Schafshalter wird somit, wie es der Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg in solchen Fällen vorsieht, zu 75% entschädigt.
Den ersten gesicherten Nachweis eines Wolfs gab es bekanntlich 2017 im Raum Holzem-Garnich, einen weiteren 2020 im Raum Niederanven, und einen dritten im Januar 2022 im Raum Wincrange. Zudem gab es 2018 einen bestätigten Hinweis in der Nähe von Fouhren.

Die Bevölkerung ist weiterhin aufgerufen, alle möglichen Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen zwecks Monitoring umgehend der Naturverwaltung zu melden (Email: wolf@anf.etat.lu).
Die Rolle der Wölfe im Ökosystem

Der Wolf ist in ganz Europa streng geschützt. Er spielt eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen, wo er als Top-Prädator seinen Beitrag zur Reduzierung der überhöhten Schalenwilddichten leisten kann. Luxemburg hat sich in den letzten Jahren bereits auf die mögliche Rückkehr des Wolfs vorbereitet, um von vorne herein den Umgang mit dieser Tierart zu definieren. Dies geschieht im Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg, der zusammen mit allen Akteuren aus der Landwirtschaft, der Wissenschaft, dem Naturschutz, den Privatwaldbesitzern und der Jagd erstellt und der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Wölfe sind sehr scheu - Verhaltensregeln im Falle einer Begegnung mit einem Wolf
Wölfe meiden in der Regel den direkten Kontakt zum Menschen. Begegnungen zwischen Mensch und Wolf sind daher äußerst selten, aber nicht unmöglich. In der Regel ziehen sich Wölfe zurück, sobald sie einen Menschen bemerken, können aber durchaus auch neugierig sein und den Menschen vor dem Rückzug erst einmal genauer mustern. Die Broschüre „Wölfe in Luxemburg?" erläutert neben vielen anderen Informationen über den Wolf auch Verhaltensregeln, die man im Falle einer Begegnung mit dem Wolf einhalten sollte:

• Laufen Sie nicht weg, dadurch kann der Jagdinstinkt ausgelöst werden.
• Bewegen Sie sich nicht in Richtung des Wolfs. Behalten sie den Wolf immer im Blick - Augenkontakt sollte dabei vermieden werden.
• Machen Sie den Wolf auf sich aufmerksam. Rufen Sie ihm zu und wedeln Sie mit den Armen. Zieht sich der Wolf nicht gleich zurück, sollte man sich langsam zurückbewegen und einen respektvollen Abstand herstellen.
• Nähert sich der Wolf weiter, so soll man ihm weiter zurufen und mit Ästen, Steinen oder dergleichen auf ihn werfen.
• Probieren Sie nie Wölfe mit Futter anzulocken (auch nicht um Fotos zu machen!).

Der Aktionsplan „Wolf" sowie die Broschüre zu Verhaltensregeln sind online gratis verfügbar und im Print erhältlich bei der Naturverwaltung unter der Nummer (+352) 247-56652, sowie in den Besucherzentren der Verwaltung: Mirador in Steinfort, A Wiewesch in Manternach, Ellergronn in Esch-Alzette, Biodiversum in Remerschen und Burfelt bei Insenborn. Sie ist auch im Internet unter www.emwelt.lu zu finden.