Autopsië kënnen dobäi hëllefen ze verstoen, wéi geféierlech de Coronavirus wierklech ass.

Hautdesdaags spillen d'Autopsië quasi keng Roll méi am Alldag vun de Pathologen. Läichen opzemaachen, fir z'ënnersichen, wourun a mat wat e Mënsch eigentlech gestuerwen ass, ass an den Hannergrond geréckelt. Duerch d'Corona-Pandemie kréien d'Autopsien elo awer en neit Gewiicht, well d'Fuerschung weltwäit versicht ze verstoen, wéi geféierlech dës Longekrankheet wierklech ass.

Autopsien bei Covid-19-Affer / Reportage Annick Goerens

Vun den Doudege léiere mir fir d'Liewen“, dat ass e Saz, deen den däitsche Patholog Prof. Dr. Klaus Püschel, Chef vum Hamburger Institut fir Geriichtsmedezin, déi lescht Deeg ëmmer nees op verschiddenen däitsch Medie widderhëlt.

„Wir haben andere Krankheiten erst richtig verstanden, als wir die Toten untersucht haben. Und das gilt auch heute noch.“

Och den Professer fir Neuropathologie Michel Mittelbronn, Chef vum nationalen Zenter fir Pathologie am Staatslabo, confirméiert, dass een duerch Autopsien ëmmer nach eppes Zousätzleches léiere kann.

„Gerade jetzt über Covid und neue Erkrankungen. Wie breiten sich die im Körper aus? Da gibt es ja erste Autopsie-Studien, in kleinen Serien, 1-5 Patienten meistens, aber die haben Dinge gezeigt, die man bisher eigentlich klinisch so nicht gewusst hat: dass die Muskulatur befallen wird, dass wahrscheinlich das Herz befallen wird. Die Leute gucken in erster Linie auf die Lunge, auf die Beatmung, aber diese zusätzlichen Faktoren, dass wird wahrscheinlich mittelfristig sehr wichtig werden zu verstehen, worauf man noch achten muss.“


Et wär wichteg, ofschätzen ze kënnen, ob Patiente MAM Covid-19 gestuerwe sinn oder DUERCH d'Longekrankheet. Am Ausland wären d'Donnéeën, déi een duerch Autopsië géing gewannen, ganz däitlech:

„Viele von den Leuten, die gestorben sind, sind eben sehr alt, sind übergewichtig, haben Diabetes, haben geraucht, es sind überproportional viele Männer dabei. Lifestyle, Alter und Vorerkrankungen ist absolut assoziiert mit dem Risiko daran zu sterben. Insofern zurück zu ihrer Frage, wäre es natürlich wichtig, wenn man diese Autopsien hätte und würde sehen, was ist eigentlich eine Risikopopulation? Wie ist die auch wirklich definiert? Was habe die am Herzen? Was haben die an den Nieren? Was haben die an der Leber? Das wird ja momentan nicht angeschaut, da könnte man einen Beitrag leisten.“

Besonnesch wichteg wär et, fir déi exzeptionell Fäll z'ënnersichen déi um Covid-19 stierwen. Zum Beispill Kanner, Jugendlecher oder jonk, sportlech Persounen.

„Da gibt es eigentlich fast eine Obduktionspflicht. Und was mich oft auch so ein bisschen stört an der Berichterstattung, dann liest man, „Corona-Infizierter, 20-Jähriger gestorben“, aber das heißt ja nicht mal, dass er krank war, und ich glaube, dass manche Länder auch anders zählen. Also die hohen Zahlen in Belgien, ich bin mir nicht sicher, ob da jeder der Infiziert ist einfach auch auf diese Todesliste kommt und das ist eben nicht in allen Ländern ganz transparent dargelegt. Zählen die wirklich die an Covid-19 verstorbenen Toten, also die auch die Symptome haben oder zählen die quasi alle Toten, wo zufällig auch Corona nachgewiesen wurde. Und leider habe ich auch bei einer Recherche dieser jungen Patienten nicht viel gefunden.“

Aktuell wär keng Demande do vun der Lëtzebuerger Santé, fir Autopsien un den Doudegen duerchzeféieren. Prinzipiell géinge se natierlech Sënn maachen, mä fir all Covid-19-Doudegen hei am Land z'ënnersichen, hält de Prof Michel Mittelbronn och fir keng gutt Iddi.

"Da werden Körperflüssigkeiten freigesetzt, dass kann natürlich eine hohe Viruslast sein und wenn ich nachher vielleicht für einen geringen Nutzen, wenn ich jetzt jemanden hab, der eh schon relativ alt war, viele Vorerkrankungen hatte und ich bestätige dann lediglich alle Vorerkrankungen plus eine Lungenentzündung und habe dafür vielleicht eine meiner Mitarbeiter stark gefährdet, dann ist es vielleicht nicht so sinnvoll gewesen.“

Hei am Land wären den Altersduerchschnëtt vun den Affer jo och däitlech iwwer 80 Joer. Bestëmmt Eenzelfäll bei Jonken a Kanner zum Beispill misst een awer definitiv ënnersichen. Den Geriichtsmedeziner Dokter Andreas Schuff an hie selwer stéingen op alle Fall dofir prett, sou nach den Prof Michel Mittelbronn, Chef vun der Neuropathologie am LNS.