Wéinst Artikel iwwer PappAffekotin Simone Retter verklot Journalist Bernard Thomas

RTL Lëtzebuerg
D'Wochenzeitung Lëtzebuerger Land schreift vun enger Attack op d'Pressefräiheet.

D’Geschäftsaffekotin Simone Retter huet Plainte gemaach géint de Journalist Bernard Thomas a freet 25.000 Schuedenersatz wéinst engem Artikel iwwert der Juristin hire Papp Paul Retter d’lescht Joer am November schonn.

D’Zeitung huet d’Plainte op Twitter public gemaach a verlinkt och dee ganzen Artikel ëm deen et geet “Retter Revisited” mat dran.

De Chefredakter vum “Land”, de Peter Feist huet an der Ausgab vun dësem Freideg dëst geschriwwen: «In eigener Sache Simone Retter, Geschäftsanwältin und Tochter des 1980 verstorbenen Architekten und Immobilienentwicklers Paul Retter, beschuldigt Land- Redakteur Bernard Thomas, „die Ehre und den persönlichen und professionellen Ruf “ ihres Vaters beschädigt zu haben. In einer Zivilklage vor dem Bezirksgericht Luxemburg fordert sie 25 000 Euro Schadenersatz. Simone Retter bezieht sich auf den am 26. November 2021 im Land erschienenen Artikel „Retter Revisited“ (nachzulesen im Online- Archiv). Darin hat Bernard Thomas das kurz zuvor veröffentlichte Buch Le difficile chemin vers la grande ville von Robert Philippart rezensiert und die Analyse um einen Blickwinkel erweitert. Der Journalist beschrieb die Rezeption des architektonischen Werkes und thematisierte die Verbindungen der von Retter mitgegründeten Entwicklungsgesellschaft Grandes Réalisations Immobilières à Luxembourg (RIL) zu Politik, Finanz und Wirtschaft. Simone Retter zeigt sich über diese historische Analyse entrüstet und wirft dem Journalisten vor, ein „essenziell negatives“ Bild von ihrem Vater gezeichnet zu haben. Die Klage beanstandet unter anderem den Rückgriff auf öffentlich zugängliche Quellen, darunter Presseartikel aus den 1980er Jahren. Sie erhebt implizit den Anspruch, dass Nachfahren bestimmen, ob und wie über Figuren des öffentlichen Lebens geschrieben werden darf. Die Redaktion des Lëtzebuerger Land ist überzeugt, dass die journalistische Recherche fundiert ist und deutet die Klage als Angriff auf die Pressefreiheit.»

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