Mit Wasser kochen kann schließlich jeder.

Fonds zu Hause selber kochen könnt und auch seht, dass es gar nicht so viel Arbeit macht. Auch als Hobbykoch sollte man das Kochen eines wunderbaren Fonds beherrschen. Beim Kochen eines Fonds sollten am Schluss  +/- 5 Liter  heraus kommen. Mit dem Vorrat an guten Fonds könnt ihr dann weiter wunderbare Suppen im Handumdrehen zaubern, so wie gute Sauce ansetzen, oder unzähligen Gerichten das gewisse Etwas verleihen.

Suppen kann man auf der ganzen Welt genießen. Fast jedes Land hat eine berühmte Suppe. In Luxemburg ist es die "Bouneschlupp" in Deutschland die Kohlsuppe, in Frankreich die Zwiebelsuppe, in Italien die Minestrone, in Japan die Ramen, in Vietnam die Pho ...Ich könnte die Liste unendlich lange weiterführen.

All diesen Suppen geht ein guter Fond voraus, damit aus einer einfachen Suppe, eine ganz wunderbare Suppe wird. Ein selbstgemachter Fond sagt viel über den Koch und seine Liebe zum Kochen aus. Mit Wasser kochen kann schließlich jeder. Hat man erst mal einen guten Fond gekocht, entstehen aus diesem Fond wundervolle weitere Rezepte. Wenn ich ein Essen für Gäste plane, überlege ich immer zuerst, hast du genügend Fonds zur Hand. Ob das nun Hühnerfond, Rinderfond, Fischfond oder Gemüsefond ist, auf meine selbstgemachten Fonds kann und will ich nicht mehr verzichten. Man weiß einfach genau was drin ist, sie haben einen wundervollen Geschmack, sind nicht so fettig wie die gekauften Fonds. Auch wenn ich im Alltag koche, benötige ich immer irgendwo etwas Fond. Sei es um schnell eine Suppe zur Hand zu haben mit ein paar Teigwaren drin... um eine Sauce herzustellen oder um ein Gericht zu verfeinern.

Sehr oft höre ich allerdings Leute sagen: Einen Fond selber machen ist viel zu viel Arbeit, oder es gibt doch Fonds im Glas zu kaufen, oder noch andere nehmen immer noch dieses industriell hergestellte gekörnte Pulver, um eine Brühe herzustellen. Die letztere Möglichkeit ist definitiv ein No Go in der Küche, auch nicht wenn es schnell gehen soll. Fond im Glas ist eine Alternative, wenn man keinen selbstgemachten auf Vorrat hat, es gibt verschiedene gekaufte Fonds, die wirklich hochwertig sind.

Das braucht ihr:

- 3 Zwiebeln, halbieren, in einer heißen Pfanne ohne Fett schwarz werden lassen
- 1 Stange Lauch
- 3 Karotten
- 2 Stangen Staudensellerie
- 2 Fenchel, wer keinen Fenchel mag kann ihn durch einen kleinen Knollensellerie ersetzen
- 1 Petersilienwurzel, (sieht aus wie eine Pastinake, ist aber meistens kleiner und riecht intensiv nach Petersilie)
- 6 braune oder weiße Champignons
- 3 Knoblauchzehen
- 4 Tomaten
- 6 Zweige Thymian, 3 Zweige Liebstöckel auch Maggikraut genannt, ein halbes Bund Petersilie
- 3 Lorbeerblätter, 1 Essl Meersalz, 8 schwarze Pfefferkörner
- 3 El Olivenöl, gutes Olivenöl

Und so wird's gemacht:

Das Gemüse waschen, putzen und klein schneiden. In einem großen Topf, das Olivenöl erhitzen. Das Gemüse darin farblos anschwitzen, mit 4 Liter kaltem Wasser ablöschen. Einmal aufkochen lassen. Nun die Kräuter, das Salz und die Pfefferkörner dazu geben und ungefähr 45 Minuten langsam köcheln lassen. Zwischendurch immer mal den Schaum, der an die Oberfläche kommt, abschöpfen. So bekommen sie eine schöne klare Brühe ohne Trübstoffe. Dann den Herd ausschalten und die Brühe im Topf für 1 Stunde ziehen lassen. Wenn die Suppe abgekühlt ist, wird der Fond durch ein sehr feines Sieb passiert. Wer einen sehr klaren Fond haben will, kann das Sieb mit einem Mulltuch , auslegen. So bleiben auch die kleinsten Unreinheiten im Tuch und nicht im Fond.

Tipps und Tricks:

Die Zwiebeln in der Mitte halbieren und in einer gusseisernen Pfanne ohne Fett schwarz werden lassen, zudem könnt ihr auch die Schale der Zwiebel dran lassen, beides ergibt eine schöne Farbe in der Brühe.

Vom Lauch die äußeren harten Blätter behalten, die Kräuter darin einwickeln und mit Küchengarn festbinden. So können sie später besser aus der Brühe herausgefischt werden.

Das Mulltuch findet ihr in gut sortierten Haushaltsläden oder im Internet. Dieses Tuch ist eine praktische Hilfe für eine klare Brühe.

Nun habe ich euch alles erzählt, was ich weiß und was ihr braucht, um eine geschmackvolle Gemüsebrühe zu kochen.

Viel Spaß dabei. Nächste Woche gibt es ein Rezept, in dem unsere Gemüsebrühe zum Einsatz kommt. Eine Spargelsuppe mit Orangenöl. Eine perfekte Suppe für das anstehende Osterfest.


D’Malou ass zu Lëtzebuerg gebuer ma et ass awer viru 5 Joer an d’Saarland geplënnert fir sech do weider senger grousser Passioun, dem Kachen, ze widmen.

Eigentlech war fir d’Malou d’Kichen déi Plaz am Haus wou sech d’Liewen ofgespillt huet a wou hatt sech am beschte gespuert huet. Do goufe nämlech wichteg Saache besprach, et gouf vill gelaacht, geléiert, natierlech och gutt gekacht a gutt giess.

Am Ufank huet d’Malou als Kand konnten an der Kichen nokucken a mathëllefen wa gekacht a gebak ginn ass. Lues a lues ass dorauser eng Leidenschaft.

Bis haut huet sech dës Situatioun net geännert!