Ein Allrounder, als würzige Essenz, als Fond, für eine tolle Jus, oder als altes Hausmittel bei Erkältung .... ein Seelentröster in allen Lebenslagen.

Ein Allrounder, so definiere ich Hühnersuppe, oder Hühnerfond oder Hühnerbrühe. Egal wie wir die goldene Flüssigkeit nennen, sie ist ein Supertalent, und sollte selbstgemacht sein und in keinem Haushalt fehlen. Ich werde nicht müde immer wieder zu versuchen, die Leute davon zu überzeugen ihren Fond selbst zu kochen. Erst dann wissen sie was wirklich drin ist, nämlich keine Geschmacksverstärker und keine Konservierungsstoffe. Der Hühnerfond ist im Gegensatz zum Gemüsefond, dem wir uns hier an dieser Stelle in den letzten Wochen gewidmet haben etwas herzhafter im Geschmack und trotzdem neutral genug um für viele verschiedene Gerichte weiter verwendet zu werden. Natürlich könnt ihr die Zutaten für den Hühnerfond verändern, nach eurem Geschmack, probiert verschiedene Variationen aus.

Was mir wichtig ist, ich nehme immer ein Huhn zum Kochen und kein Hähnchen, dieses Fleisch ist für mich einfach besser geeignet zum Kochen und bleibt saftiger und gibt mehr Geschmack ab als Hähnchen. Was noch nicht fehlen sollte in einem Fond sind Karotte, Sellerie, Champignons, Zwiebel oder Schalotte, Tomate und frische Kräuter.  Das sind die Hauptzutaten, die sehr viel Geschmack abgeben, alles Andere was ihr dazu gebt ist euere Entscheidung. Ich liebe zum Beispiel Liebstöckel im Fond und Petersilenwurzel. Wenn man der Suppe einen asiatischen Touch geben möchte, kann man Zitronengras, Kafirlimettenblätter und Galgantwurzel dazu geben. Wie gesagt da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Zudem finde ich es sehr interessant in der Küche rumzuexperimentieren. Auf meinem Blog findet ihr auch noch ein anderes Rezept für Hühnerfond von Léa Linster.

Hier noch ein paar Tipps was ihr alles aus einem Hühnerfond machen könnt. Ich liebe die bekannte Bouchée à la Reine, wenn sie selbst gemacht ist, in meinem Risotto darf der selbstgemachte Hühnerfond nicht fehlen, für viele gute Saucen braucht man Hühnerfond, in jede Suppe die ich koche kommt anstatt Wasser, Fond. Das kann nur gut schmecken.  Ein selbstgekochter Fond ist die Grundlage von gutem Kochen.

Das braucht ihr für 4 Personen:

4 Hühnerschenkel
2 Karotten, grob zerkleinert
5 Schalotten, halbiert
2 Knoblauchzehen, halbiert
1 Stange Lauch, grob in Stücke geschnitten
3 Stangen Staudensellerie, in Stücke geschnitten
1 Pastinake, 1 Petersilienwurzel
2 Tomaten, übers Kreuz tief eingeritzt
4 Stängel Basilikum, 4 Stängel Petersilie, 2 Stängel Liebstöckel
1 kleine rote Chili, entkernt
1 Daumengrosses Stück Ingwer grob geschnitten
2 Stängel Zitronengras, flach gedrückt und eingeritzt
10 braune Champignons, geviertelt
8 weiße Pfefferkörner, 3 Gewürznelken, 1 Lorbeerblatt, 1 Essl grobes Salz
Fakultativ: etwas Sojasauce zum abschmecken

Und so wird's gemacht:

Das Gemüse waschen und in grobe Stücke verteilen. Die Hühnerschenkel ebenfalls kalt abspülen. Alle Zutaten zusammen in den Topf geben, mit 3 Liter kaltem Wasser bedecken und langsam aufkochen. Den weißen Schaum ab und zu abschöpfen, damit die Suppe schön klar wird. Die Suppe halb zugedeckt für 2 Stunden sanft köcheln lassen.

Die Hühnerschenkel aus der Suppe nehmen und zur weiteren Verarbeitung zur Seite stellen. Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und die Suppe passieren. Wer mag kann nun die Suppe mit etwas Sojasauce abschmecken. Als Ersatz für die Sojasauce kann man natürlich auch Salz nehmen. Heraus kommt eine schöne klare Brühe die man zu vielen Zwecken verwenden kann.

Für eine schnelle Suppe, das Fleisch der Hühnerschenkel zerzupfen, ein Bund Frühlingszwiebeln in 2 cm große Stücke schneiden, ein paar Shiitake Pilze in dünne Scheiben schneiden, anbraten ein paar Erbsen oder Erbsenschoten dazu. Nun die Suppe angießen und guten Appetit.


D’Malou ass zu Lëtzebuerg gebuer ma et ass awer viru 5 Joer an d’Saarland geplënnert fir sech do weider senger grousser Passioun, dem Kachen, ze widmen.

Eigentlech war fir d’Malou d’Kichen déi Plaz am Haus wou sech d’Liewen ofgespillt huet a wou hatt sech am beschte gespuert huet. Do goufe nämlech wichteg Saache besprach, et gouf vill gelaacht, geléiert, natierlech och gutt gekacht a gutt giess.

Am Ufank huet d’Malou als Kand konnten an der Kichen nokucken a mathëllefen wa gekacht a gebak ginn ass. Lues a lues ass dorauser eng Leidenschaft.

Bis haut huet sech dës Situatioun net geännert!