Schokolade ist bekanntlich Balsam für die Seele.

Von weiß bis schwarz, von süß bis scharf, es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Schokoladensorten.
Der lateinische Name des Kakaobaums ist übrigens „Theobroma cacao L.“, übersetzt „die Speise der Götter“.

Ein Blick in die Vergangenheit

Bereits im 16. Jahrhundert erreichte die Kakaobohne Westeuropa. Bevor die Schokolade als Süßigkeit auf den Markt kam wurde Kakao sogar als Medizin und als Stärkungsmittel in Apotheken verkauft. Schokolade galt als kostbares und köstliches Produkt, das hauptsächlich dem Adel und den Reichen zum Genuss vorbehalten blieb. Erst als die ersten Schokoladenfabriken entstanden, wurde Schokolade für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich und die Schokoladenproduktion boomte. Durch den Einsatz von Dampfmaschinen und durch die Gewinnung des Zuckers aus Zuckerrüben fiel der Preis für die Produktion von Schokolade.

Die Herstellung von Schokolade

Schokolade entsteht aus getrockneten Kakao-Bohnen. Die Kakaobohnen werden zuerst gereinigt und dann geröstet. Anschließend wird die Schale entfernt und in großen Mühlen werden die Bohnen zu einer Kakaomasse zermahlen. Aus dieser Masse kann Öl und Kakaobutter abgepresst werden. Aus der Kakaomasse wird dann Schokolade gemacht. Sie wird mit Kakaobutter und Zucker vermischt und danach gewalzt. Conchieren nennt man das Rühren der Schokoladenmasse. Sie verliert hierbei den bittereren Geschmack und wird geschmeidig. Stundenlang, ganz langsam und bei niedrigen Temperaturen wird die Schokolade gerührt.

Verschiedene Schokoladensorten
Schokolade kann man in 5 Hauptsorten einteilen: Bitterschokolade, Halbbitterschokolade, Zartbitterschokolade, Vollmilchschokolade und weiße Schokolade.

  • Bitterschokolade ist eine dunkele Schokolade mit einem sehr hohen Anteil an Kakao (70 %). Es ist die Schokolade mit dem höchsten reinen Kakaoanteil. Je höher der Kakaoanteil, desto „wertvoller“ ist die Schokolade.
  • Halbbitterschokolade wird auch oft Edelbitterschokolade genannt. Diese wird oft zur Herstellung von Schokoriegel oder für die Tortenglasur genutzt. Die Schokolade besteht aus 48 % Kakao, 48 % Zucker und 4 % Kakaobutter.
  • Zartbitterschokolade hat einen Kakaoanteil von circa 50%, einen Zuckeranteil von 45% und einen Kakaobutteranteil von 5 %.
  • Vollmilchschokolade ist weicher und zarter in ihrer Konsistenz. Sie enthält viel Zucker und Milchpulver, dafür ist der Fettanteil jedoch umso geringer. Die Schokolade enthält kaum reinen Kakao und Kakaobutter.
  • Weiße Schokolade enthält überhaupt keinen reinen Kakao, also ist sie auch keine „richtige“ Schokolade. Sie besteht aus Kakaobutter, Zucker, Milch und Aromastoffen.  

Heutzutage gibt es Schokolade mit den ausgefallensten Zutatenkombinationen: mit Chili, mit Nuss, mit getrockneten Früchten, mit Rosa Pfeffer, mit Schafskäse oder mit Pfefferminz. Wer sich im Internet umschaut findet sogar Schokolade mit Fleisch- und Fischgeschmack. Bei der Kombination mit Schokolade sind wohl keine Grenzen gesetzt.

Schokolade als Balsam für die Seele

Dass Schokolade eine positive Wirkung haben kann, liegt an ihren Inhaltsstoffen. Eine Tafel dunkle Schokolade enthält zum Beispiel 300 mg Magnesium und deckt damit beinahe den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Sie ist zudem reich an Eisen, Phosphor, Calcium, Fluor, Kupfer und Zink und enthält weitere Mineralstoffe in niedrigerer Dosis. Schokolade liefert zudem einige Vitamine, wenn auch in geringer Menge, sowie auch Koffein, Theobromin, Serotonin und Tyramin.

Schokolade in der Küche

Schokolade wird vor allem für Süßspeisen benutzt, zum Beispiel für das Backen von Torten, Kuchen, Cupcakes, Keksen, Cookies sowie auch für die Herstellung von Pralinen, Eis usw.., Auch trinken kann man sie, sowohl heiß als auch kalt. Schokolade passt zudem auch hervorragend zu warmen Speisen. Die Aromen von Bitterschokolade ergeben zusammen mit einer Rotwein- oder Portweinsauce eine grandiose Sauce zum Fleisch.

Wie nutzt man Schokolade in der Küche am Besten? Hier einige Tipps:

  • Schokolade sollte man über einem Wasserbad schmelzen, da sie in einem Topf oder in der Mikrowelle sehr schnell anbrennt und dann ungenießbar wird.  Das Wasser soll nicht kochen, so dass die Schokolade langsam schmelzen kann. Wir empfehlen zum Schmelzen Kuvertüre.
  • Soll die geschmolzene Schokolade anschließend nicht ganz fest werden, kann man einen Schluck Sahne unterrühren, so bleibt sie cremig.
  • Eine Tauchgabel sowie ein Tropfgitter eignen sich hervorragend zum Überziehen von Pralinen und Obst.
  • Für Desserts sollte man hauptsächlich Edelbitter- oder Halbbitterschokolade verwenden. Nach Weihnachten lassen sich aber auch hervorragen Schokoladenreste in Kuchen verarbeiten. Einfaches Kakaopulver kann für Desserts auch sehr gut verwendet werden.