De Parquet vun Tréier huet e Mëttwoch iwwerdeems matgedeelt, datt 18 Persoune bei der Amokfaart blesséiert gi sinn.

Den Amokfuerer vun Tréier kënnt an Untersuchungshaft. Dat huet e Riichter e Mëttwoch de Moien decidéiert. D’Motiv vum 51 Joer ale Mann, deen zu Tréier gebuer ass, ass nach ëmmer net bekannt, sou d’Police an de Parquet vun Tréier an engem Schreiwes am fréie Mëttwochnomëtteg. Fir d’Fro vun der Scholdfäegkeet ze klären, gëtt nach eng psychiatresch Analys gemaach.

De presuméierte Mann kritt Mord a 5 Fäll souwéi versichte Mord a geféierlech Kierperverletzung an 18 Fäll virgehäit.

Domadder klëmmt d'Zuel vun de Blesséierte vu 14 op 18. Dem Parquet vun Tréier no goufe 6 Persounen uerg blesséiert. Ee Lëtzebuerger ass mat liichte Blessuren an e Spidol op Lëtzebuerg transferéiert ginn.

En Dënschdeg de Mëtteg war de presuméierten Täter mat enger Jeep mat héijer Vitess duerch d'Foussgängerzon zu Tréier gefuer an hat vill Leit iwwerrannt. 5 Persoune si bei der Attack gestuerwen.

E Mëttwoch de Moie gouf zu Tréier den Affer vun der Dot geduecht. Dausende Leit hate sech dofir virun der Porta Nigra versammelt.

Schreiwes vum Parquet Tréier

Amokfahrt in Trier

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Trier und des Polizeipräsidiums Trier

- Tatverdächtiger in Haft -

- Folgemitteilung zur Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Trier vom 01.12.2020 -

 

Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl gegen den 51 Jahre alten Beschuldigten wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes in 5 Fällen sowie des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung in 18 weiteren Fällen erlassen. Der Beschuldigte ist nach Auffassung der Staatsanwaltschaft dringend verdächtigt, am frühem Nachmittag des 1. Dezember 2020 mit einem PKW der Marke Land Rover in der Absicht, so viele Menschen wie möglich zu töten oder zumindest zu verletzen, in der Fußgängerzone in Trier mit hoher Geschwindigkeit wahllos und gezielt auf Passanten zugefahren zu sein, die arglos in der Innenstadt unterwegs waren, und diese überfahren zu haben. Er tötete auf diese Weise 5 Menschen - 3 Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren sowie einen 45 Jahre alten Mann und ein 9 ½ Wochen altes Kind -. 18 weitere Menschen wurden im Verlauf der Amokfahrt verletzt, 6 davon schwer.

Die verstorbenen Opfer waren alle deutsche Staatsangehörige. Der 45-jährige getötete Vater und seine ebenfalls ums Leben gekommene 9 Wochen alte Tochter hatten zusätzlich die griechische Staatsangehörigkeit. Ebenfalls deutsch-griechische Staatsangehörige sind der 1 ½ Jahre alte Sohn des Getöteten und die Mutter des Kindes, die beide verletzt wurden. Ein weiterer Verletzter ist deutsch-niederländischer, einer luxemburgischer Staatsbürger. Alle übrigen Verletzten haben die deutsche Staatsbürgerschaft.

Nach wie vor ist das Motiv für die Tat noch nicht ergründet. In seinen Vernehmungen, die am gestrigen und heutigen Tag durch Beamte der Mordkommission des Polizeipräsidiums Trier durchgeführt wurden, machte der Beschuldigte wechselnde und in Teilen nicht nachvollziehbare Angaben, aus den sich bisher weder ein nachvollziehbares Motiv für die Tat noch Einzelheiten zum Tathergang herleiten lassen. Die Vernehmung des Beschuldigten wird in den nächsten Tagen fortgesetzt. Einzelheiten zu den bisherigen Vernehmungsinhalten können daher noch nicht mitgeteilt werden, da dies die weiteren Ermittlungen beeinträchtigen könnte. Anhaltspunkte für etwaige politische, religiöse oder ähnliche Motive haben sich jedoch weder im Rahmen der Vernehmungen des Beschuldigten noch im Rahmen der sonstigen, bisher geführten Ermittlungen ergeben.

Der Beschuldigte stand bei der Tat unter Alkoholeinfluss. Eine nach seiner Festnahme durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab eine Atemalkoholkonzentration von 1,4 ‰.

Ihm ist zur weiteren Untersuchung seiner Alkoholisierung eine Blutprobe entnommen worden. Der Beschuldigte zeigte zudem in seinem Verhalten bei und nach der Festnahme und im Polizeigewahrsam psychische Auffälligkeiten. Die Staatsanwaltschaft Trier wird daher einen psychiatrischen Sachverständigen mit der Erstattung eines Gutachtens zur Frage seiner Schuldfähigkeit beauftragen. Nach vorläufiger Bewertung der bisherigen Erkenntnisse bestehen momentan jedoch zumindest keine konkreten Anhaltspunkte für einen vollständigen Ausschluss der Schuldfähigkeit.

Die Ermittlungen dauern an. Der Beschuldigte wurde nach Erlass des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

gez. ( Fritzen )
Leitender Oberstaatsanwalt